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Handel mit Emissionsrechten:
Osram und TÜV Süddeutschland starten Pilotprojekt mit Energiesparlampen in Moskau
MOSKAU - Delegierte aus über 150 Nationen beraten in diesen Tagen bei der UNO-Klimakonferenz in Marrakesch darüber, wie der weltweite Emissionsrechte-Handel konkret auszugestalten ist.
Das Kioto-Protokoll sieht den Handel mit Emissionsrechten zwischen Staaten oder aufgrund von zwischenstaatlichen Projekten von 2008 bis 2012 vor. Um die konkrete Ausgestaltung des Emissionshandelssystems geht es derzeit bei der 7. UNO Klimakonferenz in Marrakesch. Der TÜV Süddeutschland und die Osram GmbH testen mit russischen Partnern, wie emissionsmindernde Lösungen finanzierbar sind: Ein Pilotprojekt mit Osram Energiesparlampen für die Moskauer U-Bahn startet jetzt. "Die Emissionen von Treibhausgasen liegen in Russland um über 30 Prozent unter dem Niveau, das von der UNO erlaubt ist", weiß Bernhard Grimm, Leiter der Abteilung Carbon Management Service beim TÜV Süddeutschland.
Einspar-Effekt von 80 Prozent
Das Pilotprojekt, an dem der TÜV Süddeutschland und Osram mitwirken läuft so ab: Osram stellt der Moskauer Metro Energiesparlampen für die U-Bahn Station Arbatskaja zur Verfügung. Dabei werden - im Vergleich zu den vorher verwendeten Lampen - 80 Prozent der Energie und somit der Treibhausgase eingespart. Über die Lebenszeit einer Energiesparlampe gesehen kann dies bis zu einer halben Tonne des Treibhausgases Kohlendioxid pro Lampe ausmachen.
Der TÜV Süddeutschland überwacht den ordnungsgemäßen Einsatz der Energiesparlampen und teilt dem russischen Energieministerium nach einem Jahr die Menge der eingesparten Treibhausgase mit. Das Energieministerium wird daraufhin Osram ein Wertpapier ausstellen, einen sogenannten "Forward on the Assigned Amounts". Das Wertpapier kann im Jahr 2008 eingelöst werden, sobald die UNO den zwischenstaatlichen Handel mit Emissionsrechten zulässt.
Dr. Ralf Criens, Leiter Umweltschutz bei Osram, erläutert: "Unsere Produkte können einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Leider ist es nicht in allen Weltregionen möglich, die notwendigen Investitionen für hochwertige Energiesparlampen zu tätigen." Durch den Einsatz von Emissionsrechten könne zumindest ein Teil der Finanzmittel aufgebracht werden. So werde die energiesparende Technologie für den Einsatz in diesen Regionen erst erschwinglich.
TÜV-Check für die Emissionsrechte
"Wir haben uns als erster deutscher Zertifizierer mit einer eigenen Abteilung Carbon Management Service auf die flexiblen Mechanismen des Kioto-Protokolls eingestellt", merkt Bernhard Grimm an, Leiter dieser Abteilung beim TÜV Süddeutschland. Bei dem Pilotprojekt in Moskau garantiere der TÜV Süddeutschland für das russische Energieministerium die ordentliche Durchführung des Projekts und stelle als unabhängige Institution fest, welche Menge an Emissionsrechten später an den Investor zu übergeben sei. Grimm: "Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die tatsächliche Einsparung von Treibhausgasen und die Erzeugung von Emissionsrechten übereinstimmen."
Tobias Koch vom Steinbeis-Transferzentrum für Emissionsrechte-Handel und Klimaschutz, der derzeit in Russland zum Thema Kioto-Protokoll promoviert und das Pilotprojekt entwickelt hat, erläutert: "Das Pilotprojekt in der Moskauer U-Bahn ist das erste seiner Art, das den offiziell erst in 2008 beginnenden Emissionsrechte-Handel der UNO schon jetzt nutzbar macht." Koch rechnet damit, dass sich für alternative Energien und Projekte, die der Einsparung von Ressourcen dienen, durch den Emissionsrechte-Handel ein zusätzlicher Milliardenmarkt eröffnet.
TÜV Süddeutschland und Osram starten erstes Projekt mit Handel von Emissionsrechten:
Pilotprojekt mit Energiesparlampen für Moskauer U Bahn
Osram stellt der Moskauer U-Bahn im Rahmen eines Pilotprojekts Energiesparlampen für die Station Arbatskaja zur Verfügung. Dabei werden 80 Prozent der Energie und somit der Treibhausgase eingespart. Auf die Lebenszeit einer Energiesparlampe kann dies bis zu einer halben Tonne des Treibhausgases Kohlendioxid ausmachen. Der TÜV Süddeutschland überwacht den ordnungsgemäßen Einsatz der Energiesparlampen und teilt nach einem Jahr dem russischen Energieministerium die Menge der eingesparten Treibhausgase mit.
Pressekontakt:
OSRAM
Christian Bölling
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