Die Geschichte der Induktionslampen
Dass eine Leuchtstofflampe durch Induktion eines Stromes in der Röhre zum Leuchten gebracht werden kann, war lange bekannt. Diese Tatsache lässt sich leicht nachweisen, indem man an einer Leuchtstofflampe mit einem Stück Nylongewebe oder Fell reibt. Das Reiben erzeugt statische Elektrizität auf der Oberfläche der Glasröhre, so dass sich kleine elektrische Felder innerhalb der Röhre ausbilden. Durch diese kleinen Felder werden geringfügige Ströme induziert, welche die Röhre zum Leuchten bringen, allerdings nur in dem Bereich, in dem gerieben wird.
Die erste kommerziell genutzte Induktionslampe wurde 1990 durch Philips Lighting entwickelt. Die als "QL" bekannte Lampe besaß eine Leistung von 150 Watt und wies die Form einer normalen Glühlampe auf - nur 10 Mal größer. Der Strom wurde über eine interne Antenne induziert und erzeugte innerhalb des Glaskörpers ein starkes elektrisches Feld.
GE Lighting entwickelte 1992 die Induktionslampe "GENURA". Sie brachte ein ähnliches Konzept wie die QL-Lampe zum Einsatz, leistete jedoch nur 23 Watt. Sie besaß allerdings weitaus kleinere Ausmaße und wurde als energiesparende Alternative zu konventionellen Glühlampen lanciert.
1995 führte OSRAM die ENDURA mit 150 Watt Leistung ein. Seither wurden auch Versionen mit 75 und 100 Watt entwickelt.
