ART+COM

ART+COM interaktive Videoinstallation Reactive Sparks auf LED-Screens

von 08. November 2007 bis April 2008

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Quelle: ART+COM
Zoom

Die OSRAM SEVEN SCREENS werden erstmals mit einer reaktiven Videoinstallation bespielt die in Echtzeit auf den Verkehrsfluss vor Ort eingeht. Ausgangspunkt des ortsspezifischen Bespielungskonzeptes Reactive Sparks ist für das Berliner Gestaltungsbüro ART+COM der vorbeifahrende Autoverkehr am Mittleren Ring vor dem OSRAM-Haus in München.

Beim Projekt Reactive Sparks wird jedes Auto, das die SEVEN SCREENS passiert, einzeln getrackt (erfasst) und löst somit eine für Fahrer und Passanten deutlich sichtbare Reaktion auf den Stelen aus. Grundidee der Bespielung ist dabei das Thema Bewegungsenergie. Sie findet ihre visuelle Entsprechung im Licht und wird damit zur global-sozialen Methapher menschlicher Vitalität. Der Verkehrsfluss wird durch ein Grundleuchten auf den Stelen dargestellt. Je dynamischer der Verkehrsfluss, desto höher schlagen die Lichtwellen.

Gleichzeitig ist in den Stelen ein "zeitliches Gedächtnis" integriert. Die Zahl der Fahrzeuge, die vorbeifahren werden gespeichert und beeinflussen somit die Leuchtkraft der einzelnen Stelen. Je höher die Dichte des Verkehrs tagsüber, desto größer ist auch die Leuchtkraft am Abend. Die Lichtmuster auf den Stelen sind in stetiger sanfter Bewegung. Bei gleichmäßigem Verkehrsfluss bewegen sich die Lichtwellen wogenartig auf den Stelen und sind dabei schneller als bei stockendem Verkehr.

Jedes einzelne der vorbeifahrenden Fahrzeuge erzeugt zusätzlich auf einer der Stelen einen vertikalen Lichtschweif als direkte Reaktion. Diese Einzelabbildung basiert auf den Prinzipien der Belichtung in der Fotografie: Fährt ein Fahrzeug schnell an der OSRAM Zentrale vorbei, erzeugt es einen langen Schweif, der kurz zu sehen ist. Ein langsamer Wagen hingegen wird in einen kurzen, dafür aber länger zu sehenden Schweif übersetzt.

ART+COM
ART+COM (gegründet 1988) ist ein Kollektiv aus Designern, Künstlern, Wissenschaftlern und Technologen. Die interdisziplinäre Erforschung neuer Medientechnologien und deren praktische Anwendung, nicht zuletzt in künstlerischer Form, ist Ziel der Gruppe. Zu den bisher realisierten Projekten gehören neben documenta mobil (Kassel 2005) und floating.numbers im Jüdischen Museum Berlin u.a. die Kunstinstallation im öffentlichen Raum Duality, die 2007 für den Eingang einer U-Bahnstation in Tokio entwickelt wurde. Das Programm auf den LED-Feldern wurde reaktiv bestimmt durch Passanten. ART+COM wird des Weiteren die interaktive mediale Gestaltung des neuen BMW Museums in München und der BMW Welt entwickeln sowie an der Ausstellung Vom Funken zum Pixel im Berliner Martin- Gropius-Bau (Eröffnung am 28.Oktober 2007) mitwirken.
Siehe auch: www.artcom.de

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