OSRAM ART PROJECTS

OSRAM startet neues Lichtkunstprojekt in München

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OSRAM ART PROJECTS. SEVEN SCREENS reloaded.

Quelle: © OSRAM
Zoom

Seven Screens nennt sich das neue Lichtkunstprojekt von OSRAM. Sieben hochmoderne Lichtstelen in unmittelbarer Nähe des OSRAM-Hauses in München bieten ab jetzt eine Plattform für Lichtkunst im öffentlichen Raum. Den Anfang macht am 8. November das Künstlertrio Mader|Stublic|Wiermann.

Mader, Stublic und Wiermann haben in diesem Jahr bereits mit „twists and turns“, der Bespielung des Uniqa Gebäudes in Wien, für Aufsehen gesorgt. Die Bespielung der „spots“ Medienfassade Anfang nächsten Jahres in Berlin wird ihre Liste der Lichtinstallationen im öffentlichen Raum fortsetzen. Sie setzen mit der ersten Bespielung der Seven Screens in München hohe Maßstäbe. „Reprojected“ ist eine orts- und medienspezifische Auseinandersetzung mit unserer visuellen Wahrnehmung. Die Künstler kreieren einen virtuellen Raum um die Installation der Lichtstelen. Eine vermeintliche äußere Lichtquelle scheint als Spotlight die Stelen zu treffen. Der umliegende Raum und die Architektur des Osram-Hauses wird in die Wahrnehmung mit einbezogen. Für den Betrachter entsteht der Eindruck einer Gleichzeitigkeit von realem und virtuellem Raum, in denen die Stelen als Schnittstellen agieren. In ihrer komplexen beidseitigen Programmierung suggerieren sie eine künstliche Realität, die jedoch nicht jenseits, sondern inmitten der physischen Wirklichkeit liegt. Computergenerierte Personen treten vor dieses Licht und werden als Schatten auf den Stelen abgebildet, bevor sie wieder im Dunkel des umliegenden Raumes verschwinden.

Licht in seiner funktionalen und zunehmend auch ästhetisierenden Bedeutung verändert das Erscheinungsbild der Städte. Die Faszination, die von künstlichem Licht als Material und Medium in Kunst, Design und Architektur ausgeht, basiert auf der grundlegenden Relevanz von Licht für die menschliche Wahrnehmung. „Über das menschliche Weltbild, im engsten Sinne des Wortes, entscheiden die Lichtverhältnisse“, so der Kurator der Osram Art Projects Dr. Christian Schoen. Räume werden mit Licht sichtbar. Gleichzeitig ermöglicht Licht dem Menschen Räume zu sehen, die nicht durch architektonische Formate, sondern nur durch Licht existieren. Licht ist die Voraussetzung für die Entstehung, Wahrnehmung oder auch Reproduktion von Bildern, etwa im Kino oder auf Video. Doch mit Hilfe neuester LED-Lichttechnologie wird das Medium Licht selbst auch zum eigentlichen Bildträger. Dieser Schritt wird nun mit dem Projekt der Seven Screens und der Bespielung „reprojected“ des Künstlertrios Holger Mader, Alexander Stublic und Heike Wiermann gemacht.

Bis zu zwei Mal jährlich werden zukünftig Künstlerinnen und Künstler von Osram eingeladen, ortsspezifische Arbeiten zu entwickeln. Die Plattform der Seven Screens stellt hohe Anforderungen an die Künstler: Sie haben es zuvorderst mit sieben baulichen Elementen zu tun, die sich auf die Architektur des 1965 von Walter Henn gebauten Osram-Hauses beziehen. Zudem bieten die Stelen ein ungewöhnliches Bildformat, das für jede Stele autonom, oder aber als Teil eines Ganzen begriffen werden kann.

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