Rúrí: Aqua – Silence
Videoinstallation auf LED-Screens
22. April bis 9. November 2009

OSRAM ART PROJECTS. SEVEN SCREENS. Aqua – Silence. Video-Installation, Rúrí, OSRAM Hauptverwaltung
AQUA – SILENCE: HOMMAGE AN DIE RESSOURCE WASSER
Licht Wasser Kunst. Aus diesen drei Komponenten setzt sich die neue Installation auf den SEVEN SCREENS zusammen. Am 21. April wird die isländische Künstlerin Rúrí direkt am OSRAM-Haus in München zum ersten Mal ihre Videoinstallation Aqua – Silence der Öffentlichkeit vorstellen.
Licht wirkt sich entscheidend auf die Wahrnehmung und auch auf das Wohlbefinden aus. Daher spielt es zunehmend in Bereichen wie Design und Architektur eine bedeutende Rolle und verändert das Erscheinungsbild der Städte. Auch in der bildenden Kunst ist man sich der Wirkung von Licht bewusst und die Lichtkunst ist mit Vertretern wie z.B. James Turrell oder Ólafur Elíasson eine eigenständige Kunstgattung geworden. Modernste LED-Technologie ermöglicht es, Bild und Ton zeitgleich zu übermitteln und künstlerische Konzepte, die für zeitbasierte Medien erarbeitet wurden, zu präsentieren. Durch LED wird das Medium Licht zum eigentlichen Bildträger.
Wasser ist bereits seit vielen Jahren das Element, mit dem sich Rúrí, eine der wichtigsten zeitgenössischen Künstlerinnen Islands, auseinandersetzt. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Herkunft - Island ist reich an Seen, Flüssen und Wasserfällen, und umgeben vom Atlantik – ist Wasser ein zentrales Thema ihrer künstlerischen Arbeit. Sie reflektiert die vitale Bedeutung von Wasser und deren Bedrohung. Obwohl sich Rúrí nicht als politische Künstlerin versteht, ist gerade in Zeiten der Naturkatastrophen und drohenden Wasserknappheit ihr Anliegen hochaktuell und von großer gesellschaftlicher Brisanz. Inspiriert von den verschiedenen Erscheinungsformen des Wassers – vom Wasserfall zum Fluss bis hin zum gewaltigen Meer – , seiner spirituellen Bedeutung und seiner Rolle als lebensspendendem Element sind es neben den ökologischen auch ethische Werte, welche die Künstlerin mit Wasser verbindet und über ihre Kunstwerke transportieren will. Mit ihrer eindrucksvollen Videoarbeit Aqua – Silence, die für die SEVEN SCREENS konzipiert wurde, lenkt Rúrí das öffentliche Bewusstsein auf das wichtige Thema Wasser.
Kunst mit Licht zu verbinden ist für OSRAM ein wichtiges Anliegen. Bereits seit 1966 fördert OSRAM zeitgenössische Kunst und gründete 40 Jahre später die OSRAM ART PROJECTS. Seit November 2006 sind die SEVEN SCREENS Teil der OSRAM ART PROJECTS und wurden bereits von namhaften Künstlern wie Diana Thater oder zuletzt Bjørn Melhus als Medium für ihre Installationen genutzt. Entwickelt von der OSRAM LIGHT CONSULTING, sind die SEVEN SCREENS mit modernster LED-Technologie ausgestattete Lichtstelen in einer Stahl-Glas-Konstruktion. Sie gruppieren sich direkt neben dem OSRAM Firmensitz und geben dem oftmals im Auto vorbeifahrenden Betrachter einen kurzen Eindruck von den aktuellsten Strömungen zeitgenössischer Kunst. Die 7,4 Meter hohen Stelen sind pro Säule mit 110.592 Hochleistungs-RGB-LED bestückt und ermöglichen ein Seh-Erlebnis von höchster Qualität.
Rúrí, geboren 1951 in Reykjavik, Island studierte am Icelandic College of Art and Crafts, Reykjavík und an De Vrije Academie, Den Haag. Mehrere Auslandsaufenthalte führten sie u.a. nach Kanada, Frankreich, Bosnien-Herzegowina, Kroatien und China. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen. Zuletzt vom isländischen Präsidenten den „Knight’s Cross of the Order of the Falcon“ und wurde vom Sequences-Festival als „honorary artist“ (2008) gewürdigt. Zahlreiche ihrer öffentliche Werke finden sich in Island, Italien und Finnland, andere in privaten und öffentlichen Sammlungen wie dem Museum of Modern Art (New York, USA), dem Henie-Onstad Art Center (Hovikodden, Norwegen) oder der National Gallery of Iceland. In München war die Künstlerin 2008 mit einer Raum- und Klanginstallation in der Lukaskirche bereits im Oktober 2008 zu Gast. 2003 repräsentierte sie mit dem isländischen Pavilion ihr Heimatland auf der Venedig Biennale.

