Umeme Kwa Wote - Das Konzept

Off-Grid Lighting: Umeme Kwa Wote - Das Konzept

„Umeme Kwa Wote“ (Kisuaheli für „Energie für Alle“) bedeutet Menschen in abgelegenen Regionen den Zugang zu einer bezahlbaren, sicheren und klimaschonenden Beleuchtung sowie zu gefiltertem und entkeimtem Trinkwasser zu ermöglichen und moderne Kommunikation zu unterstützen.

Ein preisgekröntes Konzept!

Für das Off-Grid Lighting Konzept „Umeme Kwa Wote“ erhielt OSRAM im Dezember 2013 den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt in der Kategorie „Klima- und Umweltschutztechnologie­transfer in Entwicklungs- und Schwellenländer“. Verliehen wurde der Preis vom Bundesumwelt­ministerium und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

Das „Off-Grid Lighting“-Konzept von OSRAM - Ein innovativer Ansatz

In Regionen ohne Zugang zum Stromnetz sind Petroleumlaternen und Kerzen die am häufigsten verwendeten Beleuchtungsquellen. In puncto Energieverbrauch sind sie jedoch eine sehr ineffiziente und dadurch für den Benutzer teure Form der Beleuchtung. Der große Vorteil an Petroleum ist aber, dass es auch in kleinen Mengen erworben werden kann und somit auch für Menschen mit geringen und unregelmäßigen Einkommen finanzierbar  ist. Das „Off-Grid Lighting“-Konzept von OSRAM ist innovativ, weil es genau diese Punkte berücksichtigt.

  • Effiziente Beleuchtungssysteme mit energiesparenden Lampen und LED, die durch wiederaufladbare Akkus betrieben werden, ersetzen Petroleumlaternen und Kerzen.
  • Erneuerbare Solarenergie wird genutzt um die Akkus zu laden. Fossile Brennstoffe werden ersetzt und klima-, sowie gesundheitsschädliche Emissionen vermieden.
  • Hohe Anschaffungskosten werden durch ein Verleihsystem reduziert. Die standardisierten, akkubetriebenen Beleuchtungssysteme werden nach der Nutzung zur Energiestation zurück gebracht und sofort gegen ein neu aufgeladenes ausgetauscht. Der Kunde bezahlt dabei nur die Energiekosten wodurch der große Vorteil von Petroleum nachgebildet wird, Energie in kleinen Mengen kaufen zu können.
  • Der Preis für eine Stunde Licht liegt erheblich unter dem von Petroleum, wobei die „Off-Grid Lighting“-Produkte heller, sicherer und im Gegensatz zu Petroleum nicht gesundheitsgefährdend sind.
  • Die Energiestationen bieten die Möglichkeit Batterien von Mobiltelefonen zu beladen. Darüber hinaus ist ein solarbetriebenes Wasserreinigungssystem integriert. Regen- und Grundwasser wird damit gefiltert und mit speziellen OSRAM-UV-Lampen entkeimt.
  • Die Energiestationen und deren Systeme werden von geschultem Personal gewartet.
  •  Für OSRAM, seine Partner und die lokale Bevölkerung bietet das Konzept spannende und herausfordernde Geschäftsmöglichkeiten.

Petroleumkerze im Haushalt

Fischer mit Petroleumdrucklaternen

Das Pilotprojekt am Viktoriasee

Der erste Schritt zur Umsetzung des „Off-Grid Lighting“-Konzepts war ein Pilotprojekt am Viktoriasee in Kenia, womit die einheimischen Fischer und Gemeinden angesprochen wurden. Im April 2008 wurde die erste Energiestation in Mbita eingeweiht. Die Region um den Viktoriasee wurde gewählt, da die Fischer dort  Petroleumdrucklaternen für den nächtlichen Fischfang nutzen. Da der Preis für Petroleum sehr hoch ist, müssen sie bis zu 50 Prozent ihres Einkommens dafür aufwenden. Dementsprechend ist das Interesse der Fischer an energieeffizienter Beleuchtung besonders groß. Die Benutzung der „Off-Grid Lighting“-Produkte hilft ihnen bis zu 55 Prozent dieser Kosten einzusparen – dadurch steigt deren verfügbares Einkommen und somit auch die Lebensqualität erheblich.

Jeder profitiert

Der Zugang zu einer nachhaltigen, klimafreundlichen und bezahlbaren Beleuchtung sowie zu gefiltertem und entkeimtem Trinkwasser soll ermöglicht werden und zudem die Kommunikation erleichtet werden. Das Projekt unterstützt damit die lokale Bevölkerung, da nicht nur Energiekosten für Licht gespart werden, sondern auch die Qualität der Beleuchtung verbessert wird. Außerdem werden die Gesundheitsrisiken ausgeschlossen, die früher durch die Verwendung von Petroleum und dem Konsum von unsauberem Trinkwasser bestanden. Zudem schafft das Projekt einen erheblichen Vorteil für die Umwelt. Während der ersten Pilotphase haben die drei O-Hubs™ an die 180.000 kWh erneuerbarer, elektrischer Energie bereitgestellt. Diese wurde genutzt, um mehr als 250.000 batteriebetriebene Beleuchtungssysteme zu laden, was einem Ersatz von etwa 400.000 Liter Lampenpetroleum entspricht, womit circa 1.000 Tonnen direkte CO2 Emissionen vermieden wurden

Ein weiterer Aspekt ist die Schaffung von Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten durch das Projekt. Es bildet eine Grundlage für neue, weitere Geschäftsmodelle wie beispielsweise der Distribution von aufgeladenen Leuchten und gereinigtem Wasser in weiter entfernte Dörfer.

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