Osram gewinnt Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt

Die Fischer am Viktoriasee können energieeffiziente Lampen anstatt Petroleumlaternen nutzen.
Quelle: Osram
04.12.2013 | Wirtschaftspresse

Bundesumweltministerium und BDI zeichnen Beleuchtungskonzept für Regionen abseits von Stromnetzen aus

Rund 1,3 Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zum Stromnetz und sind in puncto Beleuchtung von offenem Feuer oder Leuchten abhängig, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Um diesem Umstand entgegen zu wirken, hat Osram ein Beleuchtungskonzept für Regionen ohne Anschluss an Stromnetze (Off-Grid Lighting Konzept) entwickelt, das alle Aspekte von Nachhaltigkeit berücksichtigt. Für das Konzept erhielt Osram nun den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt in der Kategorie „Klima- und Umweltschutztechnologietransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer“. Verliehen wurde der Preis vom Bundesumweltministerium und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). „Wir sind stolz auf den Preis für unser Off-Grid Lighting Konzept. Wir bringen sichere und klimaschonende Beleuchtung in netzferne Regionen, helfen den Menschen und der Wirtschaft vor Ort und legen dabei hohen Wert auf die Umwelt “, so Constantin Birnstiel, Chief Sustainability Officer bei Osram.

Das Off-Grid Konzept wurde 2008 von Osram ins Leben gerufen, um Menschen in abgelegenen Regionen Zugang zu einer bezahlbaren und klimaschonenden Beleuchtung zu ermöglichen. Entsprechend dem Triple-Bottom-Line-Prinzip werden dabei die Aspekte Wirtschaft, Soziales und Umwelt gleichberechtigt berücksichtigt: Menschen erhalten Zugang zu effizienter Beleuchtung und sauberem Wasser (Soziales), Solarenergie ersetzt fossile Brennstoffe, die für die Lichterzeugung benötigt werden und spart dabei Emissionen von Kohlendioxid (CO2) ein (Umwelt). Des Weiteren werden direkt und indirekt Arbeitsplätze geschaffen (Wirtschaft).

Am Viktoriasee in Kenia entstanden in einem Projekt dazu zunächst drei solarbetriebene Energiestationen (Englisch: Hubs). Dort können Anwohner akkubetriebene Leuchten leihen und diese gegen eine geringe Gebühr wieder aufladen. Die effizienten Leuchten ersetzen Petroleumlaternen und bieten im Vergleich eine monetäre Ersparnis von etwa einem Drittel. Gleichzeitig sinken die Brandgefahr und das Potential der Gesundheitsschädigung. Neben Haushalten nutzen vor allem Fischer die aufladbaren Leuchten der Hubs. Die Fischer können bei ihrer Arbeit nachts auf Petroleum verzichten, welches rund um den See jährlich 50.000 Tonnen CO2 verursacht. Insgesamt leben rund 175.000 Fischer am Viktoriasee.  

Gemeinsam mit mehreren Projektpartnern erweitert Osram das Projekt in Kenia derzeit um fünf Hubs. Hier haben die Anwohner neben dem Ausleihen und Wiederaufladen der Leuchten auch die Möglichkeit, Mobiltelefone zu laden, ein Internetcafé zu nutzen und Trinkwasser zu kaufen, das gefiltert und mittels UV-Licht entkeimt wurde.

Laut einer Schätzung des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) werden jedes Jahr 25 Milliarden Liter Petroleum und 1,4 Millionen Tonnen Kerzen zur Lichtgewinnung verbrannt. Dadurch werden etwa 74 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen.

ÜBER OSRAM

OSRAM, mit Hauptsitz in München, ist einer der beiden weltweit führenden Lichthersteller. Mit seinem Portfolio deckt das Unternehmen die gesamte Wertschöpfungskette von Komponenten – einschließlich Lampen, Vorschaltgeräten und optischen Halbleitern wie lichtemittierenden Dioden (LED) – über Leuchten und Licht-Management-Systeme bis hin zu Beleuchtungslösungen ab. OSRAM beschäftigte weltweit über 35.000 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von knapp 5,3 Milliarden Euro (jeweils zum 30. September). Im Fokus der Geschäftsaktivitäten steht seit über 100 Jahren das Thema Licht und damit Lebensqualität. Das Unternehmen wurde am 8. Juli 2013 an den Börsen in Frankfurt am Main und München notiert unter der WKN: LED 400 (Börsenkürzel: OSR). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.osram.de

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Susanne Enninger

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