Automotive
 

Korrosions-/Schadgasuntersuchungen

Salzsprühprüfkammer SC/KWT 1000

Im Bereich der Umweltsimulation gibt es ein Prüfverfahren, bei dem industrielle Werkstoffe auf Korrosionsbeständigkeit gegenüber salzhaltiger Atmosphäre geprüft werden – den Salznebeltest, oder auch Salzsprühnebeltest.

Übliche Normen, nach denen die Salznebelprüfung durchgeführt wird, sind DIN 50021 SS (Standard), DIN 53167, DIN EN 60068-2-52 (zyklischer Salznebel), DIN EN ISO 9227 und DIN EN 60068-2-11.

Während einer festgelegten Prüfdauer wird der Prüfling in eine spezielle Prüfkammer eingelagert, in der er einer salzhaltigen Nebelatmosphäre ausgesetzt wird. Dies simuliert in geraffter Form die Beanspruchung des Prüflings durch Salzlösungen (Straßenverkehr) während seiner Lebensdauer. Übliche Laufzeiten einer Salzsprühnebelprüfung liegen im Bereich von etwa 96 bis 240 Stunden.

Salznebelprüfungen sind besonders dann sinnvoll, wenn Produkte auf hoher See oder in unmittelbarer Nähe des Meeres eingesetzt werden, da dort die Salzbelastung am größten ist. Auch im Bereich Automotive findet der Salznebeltest seine Anwendung und gehört mittlerweile zum Standardprüfumfang. Neben der Salzsprühnebelprüfung existieren weitere Prüfmethoden, bei denen die Werkstoffe mit anderen Medien besprüht oder betaut werden.

Salznebel- und Kondenswasserkammer


Salznebel


Kondenswasser


Befeuchter

max. Temperatur+55°C+45°C+75°C
min. Temperatur5K > TU*5K > TU*5K > TU*
TU=+23°C

SO2-Test

Salzsprühprüfkammer SC/KWT 450

SO2-Tests werden zur Korrosionsprüfung von Metallen und zur Feststellung der Alterungsgeschwindigkeit von Kunststoffen und Gläsern herangezogen. Ein weiteres wichtiges Prüfgebiert ist das Überprüfungen von Beschichtungen und Überzügen auf ihre Dichtigkeit.

Wir verfügen über eine modulare Schadgas-Klimasimulations-Anlage, mit der die Durchführung vieler normkonformer Prüfungen möglich ist.

Unsere Salzsprühprüfkammern ermöglichen reproduzierbare, zeitgeraffte Korrosionsprüfungen nach einschlägigen nationalen und internationalen Normen wie DIN, ISO, EN, IEC, ASTM, DEF, MIL-STD u. a.

Prozess

1. Phase (8 h)Befeuchten der Prüflinge
(40°C, 100 % rel. Luftfeuchtigkeit)
Zugabe von SO2-Gas
(Entstehung von schwefeliger Säure in der Prüfkammer)
2. Phase (16 h)Anpassung an Raumtemperatur
(18-28°C, max. 75 % rel. Luftfeuchtigkeit)

Dauer

1 Zyklus24 h
5 Zyklen à 24 h120 h

Schadgas-Test

Schadgaskammer WKS 3-600/70/5-S

Zum Nachweis der Beständigkeit von technischen Erzeugnissen gegenüber Schadgasen ermöglichen unsere Klimaprüfkammern eine exakte Dosierung der Schadgase in ein klimatisiertes Luftvolumen. Hauptbestandteile der schädlichen, atmosphärischen Spurenstoffe sind Schwefeldioxid (SO2), Stickoxide (NOX), Schwefelwasserstoff (H2S) und Chlorgas (CL2).

Mögliche Prüfnormen sind z.B.:

  • IEC 60068-2-60
  • IEC 60068-2-42/43
  • ISO 21207

Mögliche Prüfgase sind:

  • H2S
  • SO2
  • Cl2 mit Trägergas N2 (Stickstoff)
  • NO2, mit Trägergas synthetische Luft

Schadgasverfahren

nach DIN EN 60068-2-43 Kd
nach DIN EN 60068-2-60 Ke
Schadgaseinstellbehälter (Typ 600/270)

Breiteca. 630 mm
Tiefeca. 630 mm
Höhe ca.670 mm
Inhaltca. 270 l
Bereich für Klimaprüfungen mit Schadgasprüfeinrichtung+15 °C bis +60 °C
Feuchtebereich10 % r. F. bis 93 % r. F.
Taupunktbereich +10 °C bis +38 °C
Spezieller Klimapunkt+25 °C/95 % r. F.

Allgemeine Geschäftsbedingungen
Umweltsimulationslabor Herbrechtingen

Kontakt

Umweltsimulationslabor, Herr Sammr Nasrallah
An der Bahnbrücke, 89542 Herbrechtingen