Digital Systems
 

Licht ist intelligent vernetzt – digitale Infrastruktur mit DEXAL

Die Digitalisierung geht mit Riesenschritten voran. Mit DEXAL hat OSRAM eine zukunftssichere Schnittstelle entwickelt, die entscheidend dazu beitragen wird, dass die Beleuchtung eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung spielen wird. LED-Treiber mit DEXAL-Schnittstelle bilden die Grundlage für eine digitale Decke, die Leuchten mit integrierten Sensoren und Funkmodulen zu einem engmaschigen funkbasierten Netzwerk verbindet.

Damit setzt OSRAM einen Meilenstein auf dem Weg zum Internet der Dinge (IoT). Durch die Vernetzung der Beleuchtung können wichtige Daten erfasst, analysiert und schließlich für neue, bis dato nicht mögliche Anwendungen genutzt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Optimierung von Energieverbrauch und Flächennutzung, die vorausschauende Instandhaltung der Lichtinstallation und die Überwachung von Raumbedingungen. Prinzipiell ist jedoch alles möglich, denn die Digitalisierung ist noch lange nicht an ihrem Ende angekommen.

Gestalten Sie das Internet der Dinge – mit DEXAL!

HIGHLIGHT PRODUKTE

Mehr Informationen zu DEXAL und den Produkten erfahren Sie hier

DAS IST DEXAL

Leuchtenintegrierte, bidirektionale Schnittstelle

OSRAM DEXAL ist eine auf DALI basierende, nicht-proprietäre Schnittstelle für die Vernetzung von Komponenten innerhalb einer Leuchte. Neben der Stromversorgung ermöglicht sie auch eine bidirektionale Kommunikation zwischen dem OSRAM OPTOTRONIC DEXAL LED-Treiber und dem angeschlossenen Gerät.

Die OSRAM DEXAL-Technologie ermöglicht es Herstellern intelligente und vernetzte Leuchten mit einer Schnittstelle zu produzieren, die von vielen Lichtmanagementsystemen (LMS) unterstützt wird.

DEXAL unterstützt den Planer

Heutige Projekte fordern vernetzte, intelligente Leuchten, die mit zukunftssicheren Lichtmanagementsystemen kompatibel sind.

  • DEXAL ist eine nicht-proprietäre Schnittstelle für bidirektionale Kommunikation
  • Leuchten sind für zukünftige Smart-Building-Anwendungen vorbereitet
  • DEXAL ermöglicht intelligent verbundene Leuchten (Smart Nodes) zu entwickeln, die mit verschiedenen LMS-Systemen kompatibel sind

DEXAL unterstützt den OEM

Durch den Einsatz eines OSRAM OPTOTRONIC LED-Treibers mit DEXAL-Technologie können Hersteller intelligente Leuchten bauen, die eine Vielzahl an Lichtmanagementsystemen unterstützen.

  • DEXAL ist eine nicht-proprietäre Schnittstelle für bidirektionale Kommunikation
  • Unterstützt von mehreren Lichtmanagementsystemen mit "Works with OSRAM DEXAL" Komponenten
  • Leuchten-Daten Analyse möglich
  • Reduziert die Anzahl der unterstützten Komponentenkonfigurationen erheblich

DEXAL nützt dem Endkunden

Mit DEXAL wird die Leuchte zu einem intelligenten Knoten in einem Lichtsteuerungsnetzwerk

  • DEXAL generiert wertvolle und genaue leuchtenspezifische Daten für den Wartungsservice, einschließlich:
    • Strom- und Energieverbrauch
    • Temperatur Profile
    • Betriebsstunden
    • Diagnose und mehr

VIDEO "Digitale Infrastruktur mit DEXAL"

INTERVIEW

Licht ist bereit für das Internet der Dinge

Lesen Sie in unserem Interview mit Hannes Wagner, Produktmanager bei OSRAM, welche wichtige Rolle DEXAL bei der Entwicklung der digitalen Infrastruktur der Zukunft spielt.

OSRAM: Können Sie kurz erklären, um was es sich bei DEXAL handelt?

Hannes Wagner: DEXAL ist eine leuchteninterne Schnittstelle für funkbasierte oder sensorgesteuerte Leuchten. Die Schnittstelle versorgt sowohl Funkmodule als auch Sensoren mit Strom und ermöglicht darüber hinaus den Austausch von Daten innerhalb der Leuchte. Diese Daten werden schließlich über das Funkmodul an ein Managementsystem weitergeleitet.

OSRAM: Und was wird mit den Daten gemacht?

Hannes Wagner: Die Daten werden sowohl lokal als auch zentral gespeichert und verarbeitet, etwa mit der Cloud-basierten Lösung SiteWorx des OSRAM-Tochterunternehmens Digital Lumens. Die Daten können vielfältig genutzt werden – von der simplen Identifizierung einer Leuchte bis hin zu komplexen IoT-Anwendungen. Der DEXAL-Treiber selbst stellt Leuchtendaten wie zum Beispiel Energieverbrauch, Temperatur und Betriebsstunden zur Verfügung, die analysiert und für die Energieoptimierung oder eine vorausschauende Instandhaltung der Lichtinstallation herangezogen werden können.

OSRAM: Welchen Mehrwert bringen die beteiligten Sensoren?

Hannes Wagner: Mit DEXAL können verschiedene Sensoren der gleichen Infrastruktur erfasst und analysiert werden. Sensoren sammeln nicht nur zusätzliche Informationen, sondern ermöglichen durch Korrelationsbetrachtungen auch immer genauere Auswertungen. So kann mit Anwesenheitssensoren das Nutzungsverhalten in Gebäuden analysiert und die Flächennutzung optimiert werden. Auch die Werte von Sensoren, die Raumbedingungen messen, etwa Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder CO2-Konzentration, können überwacht werden, damit beim Überschreiten von Grenzwerten Aktionen ausgelöst werden.

OSRAM: Wie kam eigentlich der Stein bei der Entwicklung von DEXAL ins Rollen?

Hannes Wagner: Die Entwicklung begann in den USA, wo vorrangig Lichtsteuersysteme mit einer 1-10-V-Schnittstelle eingesetzt wurden. Diese sind hinsichtlich der Homogenität der Dimmung und der Bildung von flexiblen Lichtgruppen eingeschränkt und erfordern eine zusätzliche Verdrahtung, was Kosten und Aufwand erhöht. Hier haben funkbasierte System klar ihren Vorteil. Bis dato gibt es jedoch weltweit keinen einheitlichen Funkstandard für die Kommunikation zwischen Leuchten. Um dennoch eine einfache Anbindung der unterschiedlichen Funkmodule in einer Leuchte zu ermöglichen, wurde DEXAL entwickelt.

OSRAM: Wird es denn zukünftig einen einheitlichen Funkstandard für Leuchten geben?

Hannes Wagner: Höchstwahrscheinlich nicht. Jede Funklösung hat Vorteile in gewissen Applikationen, beispielsweise bezüglich Reichweite, einfacher Interaktion mit mobilen Geräten oder Datendurchsatz. Daher ist es absehbar, dass es immer eine gewisse Vielfalt an Funklösungen geben wird. Dank DEXAL können Leuchtenhersteller nun aber dennoch intelligente, funkbasierte Leuchten bereitstellen – und zwar auf eine sehr einfache Art und Weise.

OSRAM: Gibt es noch weitere Vorteile für Leuchtenhersteller?

Hannes Wagner: Aber ja. Mit einem DEXAL-Treiber können Leuchtenhersteller nicht nur unterschiedliche Funklösungen bedienen, sondern haben auch geringere Systemkosten im Vergleich zu einem netzspannungsversorgten Funkmodul. Es werden weniger Komponenten benötigt, der Bauraum in der Leuchte wird reduziert und sowohl Leuchtenzulassungen als auch Fertigungsendtests werden einfacher. Durch die Integration von Sensorik erfährt die Leuchte auch eine Aufwertung. DEXAL bietet zudem einen besonders niedrigen Stand-by-Verbrauch und Leuchtenhersteller können mit DEXAL-Treibern sowohl smarte als auch nicht smarte Leuchten produzieren, da der Datentransfer auch deaktiviert werden kann.

OSRAM: Und inwieweit profitieren Lichtplaner von DEXAL?

Hannes Wagner: Mit DEXAL können Lichtplaner smarte Gebäude mit dem Managementsystem Ihrer Wahl realisieren. Durch die Integration der Sensorik in den Leuchten ist der Planungsaufwand deutlich geringer und ebenso kann sehr schnell auf neue räumliche Gegebenheiten reagiert werden, speziell im Fall von Großraumbüros.

OSRAM: Die DEXAL-Schnittstelle ist kompatibel mit den Produkten mehrerer Partner. Welche Rolle spielen diese Partner?

Hannes Wagner: Die DEXAL-Schnittstelle findet sowohl in Gebäuden als auch im Außenbereich Anwendung. In jedem Bereich gibt es unterschiedliche Anforderungen und einen Bedarf an spezifischen Lösungen. OSRAM deckt zwar sowohl Indoor- als auch Outdoor-Anwendungen ab, aber mithilfe unserer Partner kann eine viel größere Vielfalt an Lösungen angeboten werden. Wir werden uns zukünftig auf gewisse Felder fokussieren, wie beispielsweise den Industriebereich mit der Lösung SiteWorx von Digital Lumens. Durch die kontinuierliche Erweiterung unseres Partnernetzwerks wird DEXAL aber in vielen Bereichen eine wichtige Rolle spielen.

OSRAM: Muss sich ein Anwender eigentlich Sorgen machen, dass die DEXAL-Schnittstelle in einigen Jahren wieder überholt ist?

Hannes Wagner: Überhaupt nicht. DEXAL ist eine zukunftssichere Lösung, da die Leuchten jederzeit an den Stand der Technik, zum Beispiel an neue Funkstandards wie 5G, angepasst werden können. Updates, Upgrades oder sogar komplette Technologiewechsel bleiben über die gesamte Nutzungsdauer von 20 oder 30 Jahren hinweg möglich.

OSRAM: Wie weit sind wir aus Ihrer Sicht noch vom Internet der Dinge entfernt?

Hannes Wagner: Die Vergangenheit hat gezeigt, dass solche Entwicklungen schneller voranschreiten als ursprünglich angenommen. Wichtig ist es, offene Schnittstellen für die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Netzwerkknoten zu definieren. Mit DEXAL haben wir eine solche offene Schnittstelle definiert und damit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum Internet der Dinge gesetzt.

Unsere DEXAL Partner

DEXAL ist mit einer wachsenden Liste branchenführender Lichtmanagementsysteme kompatibel

Durch die Zusammenarbeit mit unseren DEXAL-Partnern stellt OSRAM die Systemkompatibilität mit deren integrierten Leuchtenkomponenten und den OPTOTRONIC LED-Treibern mit DEXAL-Technologie sicher. Die DEXAL-Technologie ermöglicht es Leuchtenherstellern viele unterschiedliche Sensoren und Lichtmanagementkomponenten einzubauen und bietet damit Planern ein breiteres Spektrum, um das passendste LMS-System und die passendste Leuchte für ihr Projekt auszuwählen. OSRAM arbeitet gemeinsam mit seinen Partnern an der Entwicklung intelligenter Leuchten der Zukunft. Parallel dazu unterstützt OSRAM Aktivitäten, um dieses Konzept innerhalb der Lichtindustrie weltweit zu standardisieren.