Digital Systems
 

Licht ist die Quelle für Lebensqualität

Effiziente HCL-Lösungen

Das richtige Licht zur richtigen Zeit

Aktivierung am Morgen

Aufmerksamer, aktiver, leistungsfähiger

Hohe Beleuchtungsstärken im Leistungstief am Nachmittag

Die innere Uhr im Gleichgewicht

Wärmeres Licht am Abend

Balance und Wohlbefinden durch biologisch wirksames Licht

In der heutigen Arbeitswelt rücken der Mensch und seine Bedürfnisse verstärkt in den Mittelpunkt. OSRAM unterstützt diese Entwicklung mit wegweisenden Konzepten für Human Centric Lighting (HCL). Hierbei stehen der Mensch und das für ihn optimale Licht im Fokus.

So wird z. B. das Wechselspiel des Tageslichts und seine biologische Wirkung auf den Innenraum übertragen. Dies geschieht mit der Ergänzung des Tageslichts durch künstliches Licht in der passenden Helligkeit und Farbtemperatur. Das Zusammenspiel von Licht und Raumklima schafft eine Atmosphäre, die das Wohlbefinden des Menschen, seine Leistungsfähigkeit und Gesundheit positiv beeinflussen.

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Dynamisches Tageslicht unterstützt Menschen in allen Bereichen

Ein Interview mit Andreas Wojtysiak, OSRAM Innovation, und den OSRAM Produktmanagern Nicolai Heber sowie Peter Bach

OSRAM: Beim Human Centric Lighting steht die biologische Wirkung der Beleuchtung auf den Menschen im Fokus der Betrachtungen. Können Sie diese Phänomene kurz erläutern?

Andreas Wojtysiak: Bei der biologischen Wirkung von Licht geht es vornehmlich darum, dass man Steuerungsphänomene ausnutzt, die Licht auf unsere Körperfunktionen ausübt. Dazu gehören die Tag-Nacht-Steuerung oder aktivierende Effekte auf das zentrale Nervensystem. Unsere biologischen Funktionen und Prozesse sind evolutionsbedingt stark geprägt durch unsere Wurzeln in Zentralafrika – also von einem Rhythmus mit 12 Stunden Tag und 12 Stunden Nacht. Unser biologisches System, also unsere innere Uhr, hat sich nur teilweise an das Leben in unseren Breitengraden mit verschiedenen Tageslängen zwischen Sommer und Winter angepasst.

OSRAM: Unser Rhythmus basiert also auf dem Unterschied zwischen Tag und Nacht.

Andreas Wojtysiak: Richtig, unser Körper ist dafür gemacht, tagsüber aktiv zu sein und sich nachts zu regenerieren, da dann Reparaturvorgänge stattfinden. Für das Wohlbefinden sind beide Phasen wichtig. Der Unterschied zwischen Aktivität und Erholung soll also möglichst deutlich sein.

OSRAM: Wie wird die Beleuchtung bei HCL-Lösungen im Tagesverlauf gesteuert?

Nicolai Heber: Am Tag werden die Beleuchtungsstärken erhöht und es wird Licht mit höheren Blauanteilen eingesetzt. Denn genau dieser Blauanteil im Spektrum des sichtbaren Lichts spricht die Zellen in der Netzhaut des Auges an, die unsere innere Uhr und damit die Körperfunktionen regulieren. Wichtig ist eine großflächige Lichtverteilung an der Decke und an den Wänden, sodass eine Art Lichthimmel entsteht. Am Abend ist eher eine punktförmige Beleuchtung mit geringem Blauanteil und niedriger Intensität sinnvoll. Hier dient das Licht nur für die eigentlichen Sehaufgaben.

OSRAM: Wie drückt sich das in den Farbtemperaturen aus?

Andreas Wojtysiak: Morgens sind Farbtemperaturen von mindestens 5.300 oder 6.000 K vorteilhaft, um die aktivierende Wirkung des Lichts zu nutzen. Am Tag sind über weite Bereiche ebenfalls hohe Kelvin-Zahlen sinnvoll, gegen Abend reduziert man die Werte dann bis unter 3.000 K.

OSRAM: Viele Studien belegen die positiven Effekte der neuen Konzepte. Ist auch OSRAM an der Forschung beteiligt?

Andreas Wojtysiak: Früher haben wir eher Grundlagenforschung betrieben, mittlerweile sind wir an Studien in konkreten Anwendungsfällen beteiligt, um zu belegen, welche Vorteile sich für den Einzelnen ergeben.

OSRAM: Welche Vorteile sind das konkret?

Andreas Wojtysiak: Bei standardisierten Dauertests in Schulen zeigt sich beispielsweise, dass die Fehlerraten sinken und sich Konzentration und Daueraufmerksamkeit signifikant verbessern. Diese Faktoren sind natürlich auch für das Arbeitsleben in Büros von Bedeutung. Dazu kommen Gesundheitseffekte, die man aber schwer quantifizieren kann.

Nicolai Heber: Der Einzelne fühlt sich wohler, ist konzentrierter, aufmerksamer. Davon profitieren natürlich auch die Unternehmen, da die Mitarbeiter im Büro produktiver sind, weniger Fehler machen und seltener krank sind.

OSRAM: Konzentriertere Mitarbeiter sind natürlich auch im Sinne der Unternehmen.

Andreas Wojtysiak: Es gibt Marktstudien, die Leistungssteigerungen der Mitarbeiter zeigen, die sich dann wiederum in Amortisationszeiten umrechnen lassen.

Peter Bach: Durch die Tageslichtsimulation werden die Lebensbedingungen der Menschen allgemein verbessert, das kann im Büro sein, in Produktionsbetrieben und im Gesundheitswesen, beispielsweise in Seniorenheimen oder Kliniken. Auch bei Profisportlern kann Konzentration und Leistungsfähigkeit positiv unterstützt werden.

OSRAM: Das Kosten-Nutzen-Verhältnis von HCL-Konzepten ist also positiv?

Andreas Wojtysiak: Die Kosten für HCL-Lösungen sind vielleicht vom Energieeinsatz etwas höher. Aber die größte Stellschraube in einem Unternehmen sind nicht die Energiekosten, sondern die Mitarbeiter. Sind die Mitarbeiter produktiver und effizienter, gewinnt man langfristig viel mehr. HCL-Konzepte sind generell für jede Art von Unternehmen sinnvoll.

OSRAM: Rechnet sich HCL für Unternehmen beliebiger Größe?

Nicolai Heber: Das ist unabhängig von der Größe. Mehrere Studien zeigen, dass sich HCL am Ende bezahlt macht. Die Anfangsinvestition ist zwar höher, dafür sinken die Fehlzeiten und die Produktivität steigt. Vor allem, weil auch die Konzepte durch die heutige Steuerungstechnik viel einfacher zu realisieren sind.

OSRAM: Wo liegt der Unterschied zwischen HCL und Tunable White?

Peter Bach: Bei Tunable White steht der individuelle Komfort im Mittelpunkt, bei HCL die biologische Wirkung. Tunable White ist die Technologiemöglichkeit, um HCL-Lösungen optimal zu konzipieren.

OSRAM: Wohin geht momentan der Trend?

Nicolai Heber: Das hängt von der Anwendung ab. Aber grundsätzlich geht der Trend in Richtung HCL, da diese Konzepte durch die LED-Technologie mittlerweile einfacher zu verwirklichen sind. Tunable White eignet sich dagegen ideal für Anwendungen im Gastgewerbe, wie z. B. in Hotels oder Restaurants, hier kommt es auf unterschiedliche Lichtstimmungen an.

OSRAM: Wie unterscheidet sich OSRAM von den Mitbewerbern?

Nicolai Heber: Bei unseren HCL-Konzepten und Tunable-White-Lösungen stehen der unkomplizierte Umgang mit dem System und die Verständlichkeit im Mittelpunkt. Die Systeme lassen sich komfortabel in Betrieb nehmen und bedienen. Zudem kann man sie auf die jeweilige Anwendung anpassen. Es geht um gute Beleuchtungsqualität zum vernünftigen Preis, mit skalierbaren Systemen für die entsprechende Anwendung. Wir möchten HCL einfach machen.

OSRAM: Wie sehen Sie die Zukunft?

Nicolai Heber: Die Idee, die hinter dem Thema HCL steht, gibt es ja schon lange, bislang waren aber Komplexität und Kosten oft die begrenzenden Faktoren. Momentan findet ein Wechsel in der Denkweise statt. Die Zufriedenheit am Arbeitsplatz wird für die Arbeitgeber immer wichtiger. Auch das Image des Unternehmens spielt eine Rolle, wenn es um zukunftsweisende Beleuchtungskonzepte geht. So zeigt auch eine Marktstudie von ZVEI und LightingEurope auf, dass hohe Zuwachsraten für Human Centric Lighting möglich sind. Ich sehe in der Zukunft ein großes Potenzial für OSRAM auf diesem Gebiet. Weitere Informationen finden Sie auf www.zvei.org und www.lightingeurope.org.

Optimierte Beleuchtung für moderne Arbeitswelten

Eine Installation in einem Großraumbüro zeigt die Möglichkeiten

Das gesamte Arbeitsumfeld spielt eine entscheidende Rolle für Wohlbefinden, Motivation und Leistungsfähigkeit. Neben einer ansprechenden, freundlichen Raumgestaltung unterstützt auch die Beleuchtung die körperliche und geistige Balance. Für individuell angepasste Lichtsysteme bietet OSRAM kosteneffiziente HCL-Bausteine.

Homogener Lichthimmel für effektives Arbeiten

Die gesamte Installation schafft Lichtflächen, die abgestimmt auf die Raumnutzung gezielt positioniert sind. Die eingesetzten Leuchten verfügen mit Lichtfarben zwischen 2.700 K und 6.500 K über ein breites Weißspektrum und eignen sich daher ideal für das HCL-Konzept.

Über dem Besprechungsbereich spannt sich ein großer Lichthimmel, der durch BackLED LED-Module sehr gleichmäßig und in hoher Lichtqualität hinterleuchtet wird. Durch die dynamische Regelung der Lichtfarben und die aktivierende Wirkung des Lichts finden Meetings nun in einer stimulierenden Atmosphäre statt.

Integration in bestehende Rasterdecken

Zur Unterstützung des freundlichen und aktivierenden Lichtklimas im gesamten Raum vereinen sich die Deckeneinbauleuchten zu großflächigen Lichtrastern. Die Integration der neuen Einbauleuchten in die bestehende Rasterdecke konnten problemlos mit PrevaLED Linear TW oder LINEARlight Flex Tunable White-Modulen durchgeführt werden.

Die Leuchten können individuell gruppiert und im Falle einer veränderten Raumaufteilung um weitere Elemente modular erweitert werden.

Helles direktes und indirektes Licht

An den Arbeitsplätzen sorgen Pendelleuchten mit PrevaLED Linear TW-Modulen durch den direkten Lichtanteil für hohen Sehkomfort, während das indirekte Licht die Decke und das obere Drittel der Wand erhellt, ohne dabei zu blenden.

Durch das HCL-Konzept schafft die Grundbeleuchtung einen großflächigen Lichthimmel, der dem gesamten Raum eine angenehm helle Atmosphäre verleiht. Durch Tageslicht- und Präsenzsensoren wird zudem das durch die Fensterfront einfallende Licht effizient genutzt.

Vielfältiges Lichtmanagement für jede Größenordnung

Einfache Integration der Lichtlösungen

Beleuchtungssysteme von OSRAM sind einfach und flexibel skalierbar, um Installationen beliebiger Größe in Bürogebäuden und Industrieanlagen sowie im Gesundheits- und Bildungssektor zu verwirklichen.

Einfacher Einstieg in Tunable White und HCL

Die Bandbreite unserer Lösungen reicht von Basiskonzepten für Tunable-White- bis zu umfassenden HCL-Installationen. Den Einstieg bilden einfache Tunable-White-Anwendungen, in denen Einzelräume mit dem DALI MCU TW manuell gesteuert werden. Das DALIeco BT für den Leuchten- und Deckeneinbau bzw. das für Unterputzdosen optimierte DALI ACU BT ermöglichen darüber hinaus die tageslicht- und präsenzabhängige Regelung von Einzelleuchten und Leuchtengruppen sowie eine komfortable Bedienung via App. DALI PROFESSIONAL eröffnet beispielsweise in Großraumbüros oder Fertigungshallen die dynamische, tageslichtähnliche Lichtsteuerung ebenfalls per App.

DALI Pro Control app

Bequeme Anpassung der Funktionen des DALI PROFESSIONAL Systems

Die Konfigurationssoftware ermöglicht die einfache Einstellung der Funktionen. Dabei können mehrere Nutzer parallel auf die Steuerung zugreifen.

Die wichtigsten Features im Überblick:

  • Komfortables Schalten und Dimmen der Beleuchtung mit Statusanzeige
  • Übersichtlicher Aufbau durch Gruppierung in Räume
  • Zugriffsbeschränkung mit individueller Freigabe jedes Bedienelements je Nutzer
  • Tageslichtregelungen aktivieren/übersteuern

Mehr über die App erfahren Sie hier

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