Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wenn man mit LED-Beleuchtungstechnik und intelligenten Lichtmanagementsystemen arbeitet, gilt es eine Reihe von Aspekten zu berücksichtigen. In diesem Abschnitt finden Sie kurze Antworten auf häufig gestellte Fragen von Installateuren. Diese Wissensdatenbank ist darauf angelegt, im Lauf der Zeit anzuwachsen. Stellen Sie uns doch einfach Ihre Fragen, damit wir unseren Service weiter verbessern können.

Wenn eine Leuchtstoffröhre durch ein LED-Leuchtmittel ersetzt werden soll, sind folgende Kriterien zu beachten:

  • Position des Lampensockels. Beachten Sie die Abmessungen des neuen LED-Leuchtmittels, und ob dieses in das vorhandene Leuchtengehäuse passt.
  • Lichtverteilung, Lichtstrom in Lumen (lm) und weitere fotometrische Eigenschaften wie Farbtemperatur der LED-Ersatzleuchtmittel im Vergleich zu den bisherigen Leuchtstoffröhren.
  • Die von den LED-Ersatzleuchtmitteln abgegebene Betriebswärme und die maximale Betriebstemperatur.

Es gibt zahlreiche verschiedene Leuchtmittelfassungen – von E27 und E14 über GU10 bis hin zu E40 und T8/G13. Für alle gelten die gleichen Sicherheitsnormen. In der EU muss jede Lampenfassung – auch für LED-Leuchtmittel – das CE-Prüfzeichen tragen. Es drückt aus, dass die Fassung alle geltenden europäischen Sicherheitsnormen erfüllt. Die wichtigste Norm ist die EN 60598, die die elektrische, thermische und mechanische Sicherheit dieser Lampenfassungen regelt.

In der Regel gibt OSRAM an, ob das jeweilige LED-Modul für einen Konstantspannungs- oder Konstantstromtreiber bestimmt ist. Am einfachsten ist es nachzuschauen, ob der Anschlusswert für das LED-Modul in Milliampere (mA) oder Volt (V) angegeben ist. Bei einer mA-Angabe braucht das Modul einen Konstantstromtreiber. Bei einer V-Angabe ist das Modul für einen Konstantspannungstreiber vorgesehen. Man kann ein LED-Modul, das für einen Konstantstrom-Treiberkreis gebaut ist, nicht mit einer Konstantspannungsversorgung betreiben, ohne es zu beschädigen. Andererseits kann eine LED-Konstantspannungslast zwar mit einer Konstantstromquelle betrieben werden, dies ist allerdings ineffizient.

Konstantstrom-LED-Treiber werden in der Regel alleine oder zu mehreren in Downlights verwendet. Diese Konstantstrom-LED-Treiber werden in Reihe geschaltet. Konstantstrom-Treiber eignen sich für alle Einsatzbereiche, in denen eine größere Lichtanlage gleichmäßig gesteuert werden soll, ohne dass es zu Helligkeitsunterschieden kommt.

Konstantspannungstreiber verwendet man vorwiegend dann, wenn die Last nicht bekannt ist und die LED-Lasten in Parallelschaltung betrieben werden, beispielsweise bei Voutenbeleuchtung und Schildern. Bei Konstantspannung braucht das LED-Modul lediglich eine bestimmte Spannung, in der Regel entweder 12VDC oder 24VDC. Die Konstantspannungsquelle wird meist entweder durch Widerstände, die mit den LEDs in Reihe geschaltet sind, oder durch einen in das LED-Modul integrierten Regler-Treiber geregelt. Diese Konstantspannungstreiber ähneln bisweilen den konventionellen Niederspannungstransformatoren in Halogenleuchten (MR16-Lampen). Konstantspannungslasten können am Ausgang der Treiberschaltung in Parallelschaltung angeschlossen werden, bis der maximale Ausgangsstrom erreicht ist. Welcher LED-Treibertyp sich für ein bestimmtes LED-Produkt eignet, wird vom LED-Hersteller in den Produktunterlagen angegeben.

Bei jedem LED-Treiber bzw. LED-Vorschaltgerät, das z. B. mit einem 50-Hz-Eingangsstrom gespeist wird, ergibt sich auf der Ausgangsseite eine gewisse 100-Hz-Restwelligkeit. Die Restwelligkeit ist der Betrag dieser Schwankungen in Prozent des Ausgangsstroms. Mischstrom hat einen Anstieg der Innentemperatur des Systems zur Folge. Häufig spricht man bei Leuchten auch von „Flackern“ oder „Flimmern“.

LED-Treiber müssen in einem gut belüfteten Bereich installiert werden. Ein LED-Treiber muss zu Wartungszwecken gut zugänglich sein. Vor der endgültigen Festlegung des Installationsortes für den Treiber ist die Schutzart (IP-Code) des Treibers zu berücksichtigen (im Freien dürfen nur speziell hierfür bestimmte Treiber installiert werden). Außerdem ist die Entfernung zwischen dem LED-Treiber und der Lichtquelle möglichst gering zu halten, um einen Spannungsabfall und damit eine verringerte Leuchtleistung der LEDs zu verhindern.

Ja. Es gibt viele unterschiedlich ausgestattete Dimmsysteme. Deshalb sollten Sie vor dem Kauf bzw. der Installation mit dem Dimmer-Hersteller Rücksprache halten. Erwähnen Sie, dass Sie elektronische Niederspannungs-LED-Treiber installieren wollen. Der Dimmer-Hersteller kann dann die bestgeeigneten Dimmermodule, Wanddimmer, Schnittstellen usw. für sein Dimmsystem empfehlen.

Bei der Verkabelung eines Vorschaltgerätes sollten Sie sich unbedingt an die Installationsanleitung des Produkts halten. Wackelkontakte auf der Sekundärseite der LED-Treiberverkabelung erhöhen die Betriebstemperatur elektronischer Geräte – z. B. LED-Trafos –, so dass die Gefahr einer Überhitzung besteht. Dies kann den Betrieb beeinträchtigen und die Lebensdauer des Vorschaltgeräts verkürzen.

Werden bei der Verkabelung des Trafos zwei oder mehr Leiter miteinander verspleißt, empfiehlt es sich, diese miteinander zu verdrillen und dann einen geeigneten Verbinder (Klemme o.ä.) darüber zu befestigen. Dies gilt sowohl für konventionelle als auch für LED-Leuchten. Durch das Verdrillen der Leiter von elektronischen Geräten wird die Kontaktfläche der Leiter erhöht und somit der Kontakt verbessert. Besitzt die Leuchte einen Klemmenhalter, ist darauf zu achten, dass die Trafo-Leiter ausreichend tief in die Klemmen eingeführt und anschließend durch kraftvolles Festziehen der Arretierschrauben gut in den Klemmen gesichert werden.

Bei Lichtband-, Lichtschienen- oder Seilsystemen – ob LED oder konventionell – ist auf eine sorgfältige Befestigung der Leuchteinheiten an der Schiene bzw. den Seilen zu achten. Kontrollieren Sie beim Auswechseln der Leuchtmittel alle Leuchteinheiten auf sicheren Sitz. Prüfen Sie außerdem, ob die Lampen ordnungsgemäß in die Sockel eingesetzt sind und die beiden Kontakte von Niedervoltlampen fest genug an den Sockelkontakten anliegen. Bei mangelhaftem Kontakt mit der Lampe oder zu viel Spiel ist die Leuchte auszuwechseln. Installieren Sie stets sämtliche Lampen in der Halterung, bevor Sie die Leuchte einschalten.

Dies tritt häufig auf, wenn das Vorschaltgerät überhitzt. Das ständige „Blinken“ der Lampe ist nicht normal. Der Transformator besitzt einen Überhitzungsschutz, der bei sehr hoher Temperatur eine Abschaltung auslöst. Wenn sich das Gerät bis zur normalen Betriebstemperatur abgekühlt hat, wird die Schutzschaltung wieder deaktiviert, so dass der Trafo die Leuchte wieder mit Strom beliefern kann. Das Flackern des Lichts deutet darauf hin, dass das Vorschaltgerät immer wieder überhitzt. Kontrollieren Sie alle Leiteranschlüsse und die Leuchte selbst. Lassen Sie die Leuchte nicht längere Zeit in diesem Zustand.