News aus dem Anwendungslabor – Richtiger Umgang mit dem PrevaLED Flat AC G2 Master/Slave-System

Typ: Technische Informationen

24.07.2017 | LED Technologie

Hinweis: Master/Slave-Geräte sind derzeit nur in den Durchmessern 170 mm und 240 mm verfügbar

I) Einführung

Nutzen Sie die Vorteile unserer Produktfamilie autonomer PrevaLED Flat AC zur Gestaltung extrem flacher Designs für Leuchten in großem bzw. Standard-Durchmesser mit Diffusoren. Das Modul sorgt für eine sehr homogene Lichtverteilung. Die optionalen Funktionen erfüllen alle Anforderungen für Korridore und Verkehrsflächen, einschließlich Notbeleuchtung und zusätzlichen Energieeinsparungen dank Bewegungssensorik.

Unser aktuelles und kürzlich erweitertes PrevaLED Flat AC-Portfolio bietet vier Durchmesser/Lumenpakete:

II) Typische Einsatzgebiete mit Schwerpunkt auf das PrevaLED Flat AC G2 Master/Slave-System

Unser PrevaLED Flat AC G2 Master/Slave-System bietet Kunden wichtige ökonomische Vorteile: Ein Master-Gerät (einschl. HF-Bewegungssensor) kann mit bis zu 10 weitaus preisgünstigeren Slave-Geräten kombiniert werden. Dies ermöglicht ein kosteneffizientes Gesamtkonzept mit 11 Leuchten pro System (und bis zu 5 Master-Geräten). Ein einziges Master/Slave-System kann eine maximale Korridorlänge von ca. 35 Metern abdecken. Hinweise für die ordnungsgemäße Implementierung mehrerer Master-Geräte:

1) Verdrahtung: Master-Slave (MA/SL) – Multi-Master-Systeme

Die Verdrahtung eines PrevaLED Flat AC G2 Master/Slave-Systems ist simpel: Ein Master wird direkt an die Netzspannung angeschlossen (→ Master-in Terminal) und ist somit der Haupt-Master des Systems. Alle anderen Geräte, wie etwa Slaves oder weitere Master, müssen an den Master-out-Anschluss des Haupt-Masters angeschlossen werden (siehe Bild unten):

Weitere Master arbeiten als Sub-Master, nachdem sie an den Ausgang des Haupt-Masters angeschlossen wurden. Der Master-out-Anschluss darf jedoch niemals an die Netzspannung angeschlossen werden, da ansonsten das Gerät zerstört wird.

Das Youtube-Video unten erläutert die ordnungsgemäße Multi-Master-Verdrahtung sowie die Funktionsweise eines PrevaLED Flat AC G2 Master/Slave-Systems

2) MA/SL Multisystem

Für lange Korridoranwendungen über mehr als 35 Meter ist möglicherweise eine Installation mit mehreren MA/SL-Systemen erforderlich. Diese eigenständigen Systeme werden separat getriggert und arbeiten unabhängig voneinander, um Energieverbrauch und Kosten so gering wie möglich zu halten.

3) Funktionsübersicht: Haupt-Master im Vergleich zum Sub-Master

Merkmale von Master und Sub-Master(n) in vorhandenen Anlagen:
Der Haupt-Master zeichnet sich dadurch aus, dass das gesamte System heruntergedimmt wird, wenn eine beliebige Taste am Master gedrückt wird (siehe Punkt 4: “A”, “H” oder “L”) (Inbetriebnahmemodus). Ein Sub-Master ist daran zu erkennen, dass lediglich diese eine Light Engine heruntergedimmt wird, wenn eine beliebige Taste gedrückt wird.

Betrieb eines PrevaLED Flat AC G2 Master/Slave-Systems mit zwei oder mehreren Mastern:
Alle PrevaLED Flat AC G2 Master eines Systems verfügen über dieselbe Funktionalität, wie zum Beispiel PrevaLED Flat AC G2 HF, und unterstützten die Master-Funktionalität. Allerdings können folgende Parameter an keinem Sub-Master eingestellt werden und die entsprechenden Menüebenen sind nicht verfügbar:

  • Haltezeit
    Die Haltezeit des Systems kann ausschließlich am Haupt-Master eingestellt werden. Wird die Taste “Haltezeit” an einem Sub-Master gedrückt, zeigt dessen Anzeige kontinuierlich “0” an.
  • Korridorfunktion
    Die Korridorfunktion kann ausschließlich am Haupt-Master aktiviert werden. Beim Versuch, die Korridorfunktion an einem Sub-Master zu aktivieren, ist die entsprechende Menüebene deaktiviert.
  • Leuchten-Modus
    Ein Sub-Master kann nicht in den Leuchten-Modus umschalten. Die entsprechende Menüebene ist deaktiviert.
  • Einlern-Modus für Umgebungslicht-Schwelle
    Die Einlern-Funktion kann nicht an einem Sub-Master aktiviert werden. Die entsprechende Menüebene “6” ist in diesem Fall nicht verfügbar.
  • Deaktivierung der Bewegungserfassung
    Wenn die Bewegungserfassung am Haupt-Master deaktiviert wurde, fungieren alle Light Engines als Ein/Aus-Module.
    Wurde die Bewegungserfassung an einem Sub-Master deaktiviert, fungiert dieser als Slave (Bewegungserfassung deaktiviert).

Im Aus-Zustand messen alle Master kontinuierlich deren Umgebungslichtniveau und die Sub-Master senden eine entsprechende Information an den Haupt-Master.
Wenn die Korridorfunktion aktiviert ist, schaltet die Light Engine niemals ab und die Lichtmessung ist automatisch und dauerhaft deaktiviert.

Der Haupt-Master und alle Sub-Master überwachen kontinuierlich den Erfassungsbereich auf Bewegungen. Sobald ein geringes Lichtniveau an einem der Master gemessen und eine Bewegung irgendwo im System erfasst wird, wird das Licht angeschaltet. Die Messung niedriger Lichtniveaus und die Bewegungserfassung müssen sich nicht unbedingt an derselben Position befinden. Ist die Umgebungslichtmessung an einer oder mehreren Master Light Engines deaktiviert, werden alle Umgebungslichtniveaus ignoriert und das System schaltet das Licht ein, sobald eine Bewegung irgendwo im System erfasst wird.

Führen Sie anhand des Bildes unten eine kurze Funktionsprüfung von Haupt-Master, Slaves und Sub-Master durch:

4) Benutzeroberfläche und Inbetriebnahmefunktionen

Das Bild unten zeigt die Positionen der Tasten für die Inbetriebnahme. (Drücken Sie eine beliebige Taste, um in den Inbetriebnahme-Modus umzuschalten, wird die Leuchte sofort auf 5 % heruntergedimmt, um Blenden zu vermeiden):

Ein installiertes PrevaLED Flat AC G2 Master/Slave-System arbeitet standardmäßig mit den Werkseinstellungen.

Weitere Infos zur benutzerspezifischen Einstellung der Benutzeroberfläche der PrevaLED Flat AC G2 MA- und HF-Versionen finden Sie im Cockpit-Diagramm unten. Dieses zeigt die unterschiedlichen Inbetriebnahmefunktionen und die Werkseinstellungen:

III) Schon gewusst?
Zusätzliche Tipps & Tricks

Der optimale Diffusor-Abstand hängt von den Materialeigenschaften des Diffusors ab und kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Unterschiedliche bzw. unbekannte Materialien können das Verhalten des HF-Sensors beeinflussen (z. B. reflektierende Strahlen können den Sensor stören). Wir empfehlen deshalb, zunächst einige Tests durchzuführen, um die ordnungsgemäße Funktionsweise des HF-Sensors zu prüfen, bevor Sie Ihre eigene Abdeckung verwenden.

Allgemeine HF-Sensor-Kalibrierfunktion: Nach dem Einschalten misst die Antennensignal-Auswertungsfunktion das Störspektrum der Umgebung. Dieser Prozess kann bis zu zwei Minuten in Anspruch nehmen.
Während der Kalibrierung kann das Modul erneut auslösen, wenn es eine Bewegung erfasst, die „nicht vorhanden ist“.
Ändert sich das Dauerstör-Spektrum der Leuchtenumgebung, werden die geänderten Umgebungsbedingungen während des Kalibrierungsprozesses erneut ausgelöst.
(Aus diesem Grund „blinkt“ das PrevaLED Flat AC G2-Gerät möglicherweise und diese Kalibrierung dauert bis zu zwei Minuten.)
Dies ist ein eingebauter Vorteil, der den langfristigen, uneingeschränkten, optimalen Betrieb des Sensors sicherstellt.
Bewegt sich zum Beispiel ein ebenfalls installierter Deckenlüfter, wird dieses Gerät während der zweiminütigen Kalibrierung nicht als Bewegung, sondern als „dauerhafte Störung“ oder allgemeine Umgebung erfasst.

Um eine gewisse Qualitätssicherung sicherzustellen, wird der HF-Sensor jedes Geräts einem 100%igen Funktionstest unterzogen. Jedes PrevaLED Flat AC G2-Gerät mit HF-Sensoren wird nach der Produktion getestet, keine Stichprobenprüfungen.

IV) Bonus

Technisch detailliertere und anwendungsbezogene Themen finden Sie auf unserer Webseite bzw. im Anwendungsleitfaden, der unter folgendem Link zum Download bereitsteht.

Webseite mit weiteren Informationen zu Produkten der PrevaLED Flat AC G2 Light-Engine-Familie.

Für unsere Version PrevaLED Flat AC G2 mit Phasenanschnittsdimmung steht Ihnen eine Kompatibilitätsübersicht zur Verfügung.

Kurzer Überblick über die Nomenklatur der sechs verschiedenen Versionen des PrevaLED Flat AC G2:

  • PC (Phase Cut) Version PL-FLAT-AC-PC
    Einschließlich eingebautem Treiber
  • Notlicht-Version PL-FLAT-AC-EM
    Mit C-EM- (Zentralbatterie) und L-EM- (Lokalbatterie) Funktion
  • HF-Version mit Bewegungserfassung PL-FLAT-AC-HF
    Mit HF-Sensor und Umgebungslichtsensor, C-EM- und L-EM-Funktion
  • Master-Version PL-FLAT-AC-MA
    Mit HF-Sensor und Umgebungslichtsensor, C-EM- und L-EM-Funktion und MA/SL-Steuerung
  • Slave-Version PL-FLAT-AC-SL
    Zum Anschluss an die Master-Version
  • DALI-Version PL-FLAT-AC-DA
    Voll dimmbar und DALI-kompatibel, mit C-EM- und L-EM-Funktion