Anouk De Clercq

Anouk De Clercq: Motion for Newton

Videoinstallation auf LED-Screens

von 25. April bis 9. November 2008

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Quelle: Anouk De Clercq
Zoom

Bewegung steht im Zentrum der neuen Viedeoinstallation "Motion for Newton" von Anouk De Clercq. Inspiriert von den Bewegungsgesetzen des berühmten Physikers, lässt die belgische Künstlerin Linien und Formen im Wechselspiel mit ihrer direkten Umgebung aufeinander wirken.

Für die SEVEN SCREENS entwickelt De Clercq einen Videoloop, der seinen Ausgangspunkt in der Auseinandersetzung mit der Architektur des OSRAM-Hauses nimmt, d.h. konkret für den Ort und den im Fahrzeug passierenden Rezipienten kreiert ist.
Die Künstlerin selbst bezeichnet ihre neue Arbeit Motion for Newton. Dieser Titel steht für
ein "konstruktivistisches Mobile", das sowohl von den senkrechten Formen der SEVEN SCREENS, als auch von der Großstadtarchitektur, den Hochhäusern und Wolkenkratzern inspiriert ist. In unablässiger Bewegung kreisen Formen wie sphärische Klänge umeinander. Der sich bewegende Körper im Verhältnis zu seiner Umgebung ist das Hauptthema der Arbeit. So werden die SEVEN SCREENS zu "motion sculptures" und zu einer Hommage an Isaac Newton: Er, der Verfasser der Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica 1687, hat die universelle Gravitation und die Bewegungsgesetze beschrieben und damit den Grundstein für die klassische Mechanik gelegt.

Die junge Künstlerin Anouk De Clercq gehört zu den Shootingstars der belgischen Kunstszene und wurde in diesem Jahr bereits für den Flämischen Kulturpreis nominiert.
Als ausgebildete Musikerin sucht sie das Zusammenspiel unterschiedlicher Kunstgattungen. In kollaborativen Prozessen entwickelt sie ihre Projekte gemeinsam mit Schriftstellern, Musikern, Choreografen, Architekten und Programmierern. Dabei sind es
vor allem die Videoarbeiten, die ihr international einen Namen verschafft haben.
Ihre computergenerierten Videos konzentrieren sich meist auf räumliche Kontexte: So isoliert sie z.B. Landschaften und Gebäude aus ihrem Zusammenhang und beschreibt die geografische Situation in schwarz-weißen Abstraktionen. Durch ein Wechselspiel von Licht und Schatten erschafft sie neue Räume in einer athmosphärischen virtuellen Realität.

Es ist bereits das fünfte Projekt seit der Eröffnung im OSRAM Jubiläumsjahr 2006, das für die sieben Lichtstelen, genannt SEVEN SCREENS, am Mittleren Ring in München entwickelt wird. Nach dem Trio Mader | Stublić | Wiermann, Haubitz+Zoche, Diana Thater und ART+COM hat Kurator Christian Schoen (Reykjavík/München) die belgische Künstlerin Anouk De Clercq eingeladen, eine ortsspezifische Arbeit für dieses einzigartige Projekt im öffentlichen Raum zu erarbeiten.

Anouk De Clercq
Anouk De Clercq, geboren 1971 in Brüssel, studierte Klavier und Komposition an der Musikschule in Ghent und Film an der Saint-Lukas Kunsthochschule in Brüssel. Ihre internationalen Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen wurden vielfach honoriert, u.a. mit der Auszeichnung des Future Imprint International Animation-Wettbewerbs, Taipei(2003), dem ersten Preis des Courtisane Kurzfilm-, Video- und Animations-Festivals, Ghent (2004), dem International Backup Award New Media in Film, Weimar (2004), dem Illy Prize für die beste Einzelausstellung auf der Art Brussels (2005) sowie der Nominierung für den Flämischen Kulturpreis (2008). Anouk De Clercq lebt und arbeitet in Brüssel.

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