Es ist dunkel, der Fahrer sieht nicht richtig - und schon ist es geschehen: Laut Statistik passiert jeder dritte Verkehrsunfall nachts. Und das, obwohl fünfmal weniger Fahrzeuge unterwegs sind als am Tag.
Die richtige Beleuchtung trägt wesentlich zur Sicherheit bei - doch häufig halten Scheinwerferlampen nicht, was die Verpackung verspricht, so die Initiative "Sicheres Autolicht" im ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie). Sie verweist auf eine Untersuchung der Universität Karlsruhe.
Ein amtlich zugelassenes Prüflabor prüfte dort 100 Halogenlampen für gebräuchliche H7-Scheinwerfer nach den verbindlichen Zulassungskriterien der Economic Comission for Europe (ECE). Und eigentlich darf es in Deutschland keine Lampen im Handel geben, die diese Anforderungen nicht erfüllen.
Das Fazit der Prüfer: Qualität fährt vor - nur Markenlampen wurden mit "gut" bewertet, nur Qualitätslampen sind sicher.
Die Untersuchung beim Lichttechnischen Institut der Universität Karlsruhe (LTIK) hat gezeigt, dass minderwertige Lampen häufig zu wenig Licht spenden. Viele der getesteten Discount - Scheinwerferlampen lenkten das Licht nur ungenau und blendeten auch den Gegenverkehr. Insgesamt lag die Fehlerquote der Billiglampen bei 81% - Testergebnis "mangelhaft".
Einige Lampen sind nach Meinung der Prüfer so schlecht, dass sie vom Markt genommen werden müssten. Das Labor hat die Ergebnisse dem Kraftfahrtbundesamt gemeldet.
Sämtliche Markenprodukte haben die Prüfung dagegen ohne Einschränkungen bestanden - und geben Auto- und Motorradfahrern die notwendige Sicherheit.