Presseinfos

13.12.2007 zurück
 

Rede Martin Goetzeler, Vorsitzender der Geschäftsführung der OSRAM GmbH

Bilanz-Pressekonferenz am 13. Dezember 2007

Es gilt das gesprochene Wort

2007 war ein außergewöhnliches Jahr für die Lichtindustrie: 2007 wurde die Energiesparlampe zum Symbol für den Klimaschutz. OSRAM war beim Thema Energiesparen immer schon ein Vorreiter: Das zeigen Werbeplakate aus den 20er Jahren und 1985 waren wir die ersten, die das elektronische Vorschaltgerät in eine Energiesparlampe integrierten. Im letzten Jahr haben wir dann den Halogenlampen in Glühbirnenform das Sparen beigebracht und die Halogen Energy Saver erfunden. Als einer der Marktführer bei Leuchtdioden (LED) ist OSRAM auch beim energieeffizienten Licht der Zukunft gut aufgestellt: Wir waren vor einer Woche sehr stolz auf den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten für unser Forscherteam, das die hocheffiziente Dünnfilm-LED erfunden hat. Als Hightech-Unternehmen der Lichtbranche werden wir in Zukunft den Wandel unseres Marktes gestalten. Unsere wichtigsten Wachstumstreiber sind dabei energieffiziente Lichtlösungen und LED.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, herzlich willkommen zu unserer diesjährigen Bilanzpressekonferenz.

Immerhin 19% des weltweiten Stromverbrauchs entfallen heute auf Licht. Über zwei Drittel davon verbrauchen Glühlampen und andere wenig effiziente Lichtquellen. Hier liegt also ein bedeutendes Potential und wir unterstützen Regierungen und NGOs bei ihren Initiativen zur CO2-Reduzierung. In der EU wird gerade eine entsprechende Gesetzgebung vorbereitet: Im Rahmen der EuP Richtlinie rechnen wir in 2008 mit Vorgaben für Straßen- und Bürobeleuchtung sowie in 2009 für den privaten Bereich. Wir haben im Rahmen des europäischen Lampenherstellerverbands ELC Empfehlungen abgegeben - für die Glühlampe sehen wir beispielsweise einen schrittweisen Ausstieg bis 2015. Das ist angesichts der Stückzahlen - es werden heute jährlich in Westeuropa noch 2,1 Mrd. Glühlampen verkauft - ein ehrgeiziger, aber realistischer Zeithorizont.

Schauen wir jetzt aber auf die Geschäftszahlen 2007. Wir haben unseren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nominal um 3% auf nun 4,7 Mrd. EUR gesteigert. Währungsbereinigt lag unser Wachstum bei 7,4%. Wir sind damit schneller gewachsen als der Markt. Zweistellige Mengensteigerungen erzielten wir insbesondere bei energiesparenden Lichtlösungen und im Bereich elektronisch basierter Produkte wie elektronischer Vorschaltgeräte und Optohalbleiter sowie in der Sparte Display/Optic. Wir konnten in allen Regionen zulegen. Wir wuchsen dabei sehr gut in den BRIC Staaten Brasilien, Russland, Indien und China. Weltweit beschäftigten wir zum 30.9.2007 über 41.000 Mitarbeiter. Das sind 2% mehr als im Vorjahr.

Amerika bleibt mit 1,9 Mrd. EUR unser größter Absatzmarkt und trägt 41% zum Weltgeschäft bei. In den NAFTA-Staaten wuchsen wir in Dollar gerechnet um 5% auf 1,8 Mrd. EUR. Auch dort nimmt die Bedeutung energieeffizienter Systeme zu und unsere Tochtergesellschaft OSRAM SYLVANIA wurde Partner der Clinton Climate Initiative: Ein Projekt mit den Bürgermeistern 6 nordamerikanischer Metropolen einschließlich New York, Los Angeles und Toronto soll den Stromverbrauch für die Beleuchtung städtischer Gebäude um 20 bis 50% senken.

Der Anteil Europas am Weltgeschäft liegt mit 1,8 Mrd. EUR bei 38%. Hier konnten wir um 6% wachsen. Wir erreichten ein zweistelliges Umsatzplus in Osteuropa. In Deutschland, Europas größtem Lichtmarkt, stieg unser Umsatz nominal nur um 1% auf 547 Mio. EUR bedingt durch strukturelle Verschiebungen. Der Inlandsanteil am Weltgeschäft beträgt weiterhin 12%. Die Mitarbeiterzahl in Deutschland stieg um 2% auf rund 9.000 bedingt durch Kapazitätserweiterungen bei der Hochdruckentladungslampe in Berlin und bei der LED-Chipfertigung in Regensburg.

In Asien/Pazifik wuchsen wir währungsbereinigt zweistellig auf 780 Mio. EUR. Der Umsatzanteil der Region stieg auf 17% - im Jahr 2000 lag er noch bei 9%. Besonders hohe Zuwachsraten erreichten wir dabei vor allem in China und Indien.

Unser Ergebnis stieg auf 492 Mio. EUR. Damit liegt unsere Ergebnismarge bei 10,5% und im vom Mutterkonzern Siemens vorgegebenen Zielkorridor. Dabei wurden unter anderem Anlaufkosten für innovative Produkte sowie eine Ausweitung der Marketing- und Vertriebsaktivitäten in Europa und Asien kompensiert. Zusätzlich konnten wir die Schwäche des US-Dollar und des japanischen Yen ausgleichen.

Grund für unsere weiterhin hohe Ertragskraft waren insbesondere die Stärke bei innovativen und energieeffizienten Produkten. Auch am strikten Kostenmanagement halten wir konsequent fest. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Prozesse und die Produktivität weltweit zu verbessern. Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden bei uns 1.300 Produktivitätsprogramme umgesetzt oder gestartet. Und zum Ende des Geschäftsjahres hielten sich der Anteil der Mitarbeiter in Niedriglohnländern und jener aus Hochlohnländern erstmals mit jeweils 50% die Waage.

Um unseren Erfolg zu sichern, tätigten wir wieder hohe Zukunftsinvestitionen: Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen um 2% auf nun 242 Mio. EUR. Für OSRAM gesamt lag der FuE-Anteil bei 5,2% vom Umsatz, bei Optohalbleitern bei rund 13%. Ausgehend von hohen Vorjahreswerten gingen unsere Sachanlageinvestitionen um 4% auf 284 Mio. EUR zurück. Schwerpunkte lagen in den Bereichen Optohalbleiter sowie Hochdruckentladungslampen. Auf Deutschland entfielen im vergangenen Geschäftsjahr 171 Mio. EUR - und damit 60% aller Sachanlageinvestitionen. In den vergangenen 5 Jahren investierten wir übrigens über 700 Mio. EUR in Sachanlagen unserer deutschen Standorte.

2007 war also wieder ein erfolgreiches Geschäftsjahr für OSRAM, in dem wir Umsatz und Ergebnis steigern konnten, Restrukturierungen vorgenommen und in neue Produkte und Projekte investiert haben. Welche Weichenstellungen sind notwendig, damit wir auch in Zukunft schneller wachsen als der Markt?

1) Da ist zum einen unsere Expansion in Wachstumsregionen:

Wir treiben sowohl in Asien als auch in Osteuropa unseren Ausbau weiter voran - auf Vertriebs- wie Fertigungsseite. Insbesondere Asien muss in unserem Fokus stehen, da der Anteil der Region am Weltlichtmarkt von heute 40% auf über 50% - je nach Währungsentwicklung - in 8 bis 10 Jahren steigen wird. Die Präsenz in Wachstumsregionen spielt auch eine wichtige Rolle bei der Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland, da hier ein Schwerpunkt für die Herstellung innovativer Produkte liegt.

Mit dem Spatenstich für unsere zweite LED-Chipfabrik im Juli haben wir einen wichtigen Schritt getan, um in Malaysia - neben Regensburg - noch ein weiteres Standbein für die Wafer-Fertigung aufzubauen. Mit dem Ausbau der beiden Standorte verdoppeln wir die Fläche für unsere weltweite Chip-Produktion. In Penang findet übrigens seit 1972 unsere LED-Montage statt.

Im vergangenen Geschäftsjahr startete der Bau unseres zweiten Werks in Indien. Mit dem neuen Standort unweit der bestehenden Fabrik - beide befinden sich in der Nähe von Delhi - werden wir in den kommenden drei Jahren unsere Produktionskapazität in Indien verdoppeln. Schwerpunkte sind energieeffiziente Produkte für den lokalen Markt.

Und im November startete ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem chinesischen Partner im Bereich Energiesparlampen. Am Joint-venture Sunny World Ltd. mit Sitz in Hongkong hält OSRAM 80% der Anteile. Für die Wachstumsmärkte in Asien und Lateinamerika werden wir in einem bereits bestehenden Werk im Großraum Shanghai fertigen.

Was schließlich den Anteil der OSRAM Beschäftigten in Asien betrifft, so arbeitete dort im Geschäftsjahr 2007 ein Drittel unserer weltweiten Mitarbeiter.

In Osteuropa haben wir unsere Präsenz ebenfalls verstärkt: In Georgien ist am 1.10.07 ein neuer Stützpunkt an den Start gegangen. Mit unserer Fabrik in Russland, die wir 2004 von einem lokalen Hersteller übernommen haben, kommen wir gut voran: Wir haben inzwischen ein OSRAM-Qualitätsniveau erreicht und können die Produkte aus Smolensk jetzt in angrenzende Märkte exportieren.

2) Neben der regionalen Expansion sind Innovationen unser Erfolgsmotor.

Weil unsere Innovationskraft von "hellen Köpfen" abhängt, haben wir in den letzten 2 Jahren rund 300 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung aufgebaut und wir werden uns in diesem Bereich auch weiter personell verstärken.

Die OSRAM Opto Semiconductors ist mit mehr als 3.000 Patenten in den verschiedenen Bereichen der optoelektronischen Halbleiter für Beleuchtung, Sensorik und Visualisierung heute bereits ein Technologieführer in der Branche. Heute vor einer Woche wurden zwei unserer Forscher gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut in Jena mit dem deutschen "Erfinder-Oscar", dem Zukunftspreis des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Das Team revolutionierte die LED mit seiner Dünnfilmtechnologie: Sie ermöglicht einerseits die Herstellung sehr leuchtstarker LED-Chips und erlaubt andererseits ihre Anordnung dicht nebeneinander zu einer größeren Leuchtfläche. Unsere hocheffizienten OSTAR LED machen neue Anwendungen möglich: von einem breiten Einsatz in der Allgemeinbeleuchtung über Mini-Projektoren bis hin zum Abblend- und Fernlicht im Autoscheinwerfer.

Im Auto ermöglichen LED heute schon bahnbrechendes Design. Unsere High-Power-LED sorgen gerade beim neuen Audi A4 für auffälliges Tagfahrlicht, nachdem sie bereits im Oberklasse-Sportwagen Audi R8 ihre Qualitäten unter Beweis gestellt haben. Bei amerikanischen Automobilherstellern hat sich OSRAM SYLVANIA mit der standardisierten Plug & Play LED-Lösung Joule gut positioniert. Sie wird beispielsweise als Rück- und Signalbeleuchtung in neuen Ford- und Chevrolet-Modellen eingesetzt. Bei Bremsleuchten kommt noch ein weiterer Vorteil der LED zum Tragen: Sie leuchten blitzschnell auf und warnen den nachfolgenden Fahrer in gerade mal 1,8 Millisekunden, im Vergleich zu 250 Millisekunden bei herkömmlichen Glühlampen.

Bei unseren Entwicklungsaktivitäten zu OLED haben wir das Team in Regensburg mit Fokus auf Lichtanwendungen weiter verstärkt. Im Vorraum können Sie den Prototyp einer transparenten, weißen OLED sehen, die bei uns im Labor bisher unerreichte Leistungsdaten erreicht: Sie ist sowohl im ein- wie auch im ausgeschalteten Zustand transparent und schafft mehr als 20 lm/W bei 1.000 cd/m2. Erzielt wurde dieses Ergebnis im Rahmen des BMBF-Projektes OPAL2008. Die leuchtende Schicht einer OLED ist nur so dünn wie ein Hundertstel des Durchmessers eines menschlichen Haares. Zu den Visionen für ihren künftigen Einsatz gehören Licht-Trennwände, Lichthimmel sowie die stimmungsvolle Integration in die Allgemeinbeleuchtung. Oder stellen Sie sich vor, dass Ihr Wohnzimmerfenster zukünftig eine transparente OLED ist. Bei Dunkelheit beleuchtet das Fenster das Wohnzimmer - ähnlich wie Licht, das von Draußen durch das Fenster dringt. Und bei Tag scheint einfach die Sonne durch.

Unsere Sparte Display/Optic - in der Vergangenheit bereits zweimal mit einem technischen Oscar prämiert - erhielt im September in Hollywood den Emmy Engineering Award der amerikanischen TV-Industrie für die HMI Lampe. Sie ist heute weltweit Standard, wenn es darum geht, im Studio oder beim Außendreh Tageslicht zu erzeugen. Hochdruckentladungslampen kommen übrigens auch in der Allgemeinbeleuchtung überall dort zum Einsatz, wo eine hohe Lichtleistung gefordert ist, wie z.B. in Sportstadien oder Verkaufsräumen. Bei dieser Technologie sehen wir durch Fortschritte in Punkto Keramik-Materialien, Miniaturisierung und Integration der Elektronik noch interessante Wachstumschancen.

Eine Innovation, die beim privaten Endverbraucher gut ankommt - als Ergänzung zur klassischen Energiesparlampe - sind die bereits eingangs erwähnten energiesparenden Halogenlampen. Sie sind in unserem Europageschäft aktuell ein echter Renner. Mit ihnen spart man bis zu 30% Energie. Wer jetzt die Glühlampen aus seinem Kronleuchter verbannen will, kann dem Beispiel der Stadt München folgen, die ihren historischen Rathaussaal umgerüstet hat. Aber auch bei den klassischen Energiesparlampen gibt es immer mehr Formen, wärmere Lichtfarben und von OSRAM auch eine stufenlos dimmbare Version.

3) In Verbindung mit regionaler und technologischer Stärke sind Anwendungen und Lösungen die dritte Säule unserer Unternehmensstrategie.

Mit der Sparte LED Systems haben wir erfolgreich unser Know-how im Systemgeschäft von Lampen auf LED ausgeweitet und Komplettlösungen angeboten, die neben der LED zum Beispiel auch Optiken oder das Wärmemanagement beinhalten. Einsatzbereiche sind heute z.B. indirekte Beleuchtung, Effektbeleuchtung mit Farbwechsel und auch Shop-Lighting. Eine zweistellige Umsatzsteigerung im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigt, dass wir mit unseren LED Modulen auf dem richtigen Weg sind. Der Kundennutzen liegt insbesondere in den geringen Abmessungen, der Langlebigkeit und der Energieeffizienz: Das Hochleistungs-LED-System COINlight erreicht z.B. die Lichtleistung einer 20-Watt-Halogenlampe, verbraucht aber maximal 12 Watt und das bei einer Lebensdauer von bis zu 25.000 Stunden. Eingesetzt wird es als Spot-Beleuchtung.

Am 1. Oktober hat unsere neue Sparte Luminaires die Arbeit aufgenommen, die Leuchten für professionelle und private Anwender anbietet. Unser bisheriges kleines, aber feines Produktportfolio wird jetzt erweitert. Der Schwerpunkt für künftige Produkte wird auf LED Leuchten liegen. Wir werden diese Aktivität konsequent ausbauen, weil wir überzeugt sind, dass beim sogenannten Solid State Lighting die Innovation künftig nicht allein aus der Komponente LED kommen wird. Vielmehr wird aufgrund der neuen Anwendungsmöglichkeiten das Zusammenspiel von LED Komponente, LED System und LED Leuchte für den Markterfolg entscheidend sein.

Die Sparten LED Systems und Luminaires waren wichtige Schritte in die richtige Richtung. Ab April 2008 werden wir uns zusätzlich in unserem größten Bereich, der Allgemeinbeleuchtung schlagkräftiger aufstellen. Wir haben entschieden, den Vertrieb neu zu strukturieren, um die innovativen Technologien schneller in den Markt zu bringen. Unser Vertrieb wird global und technologieübergreifend operieren, einschließlich elektronische Vorschaltgeräte, LED Systeme, LED für die Allgemeinbeleuchtung sowie Leuchten. D.h. der Kunde bekommt von uns immer diejenigen Produkte empfohlen, die aktuell am besten für seine spezielle Anwendung geeignet sind. Dafür werden wir auch zusätzlich Experten mit Know-how bei LED und Anwendungen aufbauen. Lassen Sie mich das am besten an einem Beispiel erklären, das Sie auch in unserem neuen OSRAM Magazin finden. Wofür interessiert sich eine Reederei wie die Meyer Werft, wenn sie das Kreuzfahrtschiff AIDAdiva ausstattet? Auf keinen Fall für die Details einzelner Lampentechnologien, denn sie braucht eine individuelle Empfehlung für ihr spezielles Projekt. Es geht darum, in welchem Bereich des Schiffs Energiesparlampen passen, wo Halogenlicht Akzente setzen kann und wie LED stimmungsvolles Ambiente erzeugen. Und das am besten in Verbindung mit einem Lichtmanagementsystem. Mit ihrer energieeffizienten Beleuchtungslösung spart die AIDAdiva übrigens jedes Jahr über 200.000 US-Dollar.

Zuständig für die Produkte und Technologien in der Allgemeinbeleuchtung sind bei uns Business Units mit weltweiter Verantwortung, die nah am Markt agieren durch eine starke Präsenz in den Regionen.

Lassen Sie mich an dieser Stelle betonen, dass unsere Organisationsänderungen den Prinzipien Rechnung tragen, die Siemens für die Neuausrichtung des Konzerns definiert hat, wie z.B. die klare Übernahme von Verantwortung. Als Teil des Sektors Industry können wir jetzt außerdem Synergieeffekte noch konsequenter als bisher nutzen. Beispiele für heute schon erfolgreiche Zusammenarbeit sind:

  • Sportstätten wie die Allianz-Arena oder das Stadio Cachamay in Venezuela, das für die Copa América gebaut wurde
  • Gemeinsam mit SBT machen wir seit Jahren Schulungen für Planer und Specifier zu Gebäudemanagement-Bus-Systemen und deren Vernetzung mit DALI für die Lichtsteuerung. Ein gutes Anwendungsbeispiel ist das futuristische Hochhaus Torre Espacio in Madrid.
  • Gemeinsame Interessen gibt es auch mit der Elektroinstallationstechnik, da wir die gleichen Produktverwender, nämlich das Elektrohandwerk ansprechen. Deshalb haben wir z.B. in diesem Jahr in Rust gemeinsam die deutschen Innovationstage für das Elektrohandwerk veranstaltet.
  • Es gibt Projekte mit Siemens Water Technologies zur Nutzung unserer UV-Lampen für die Wasserreinigung.
  • Und nicht zuletzt sehen wir Wachstumspotenziale bei Energiespar-Projekten, wo energieeffiziente Gebäudetechnik durch Lichtlösungen ergänzt wird.

 

Von unseren künftigen Erfolgsfaktoren nun zum Ausblick für 2008. Unser Ziel für das laufende Geschäftsjahr ist es, ein überdurchschnittliches Wachstum insbesondere bei innovativen und energiesparenden Produkten zu erreichen, verbunden mit einem weiter hohen Ertragsniveau im von Siemens vorgegebenen Zielband. Wir erwarten, wieder von einem guten Konjunkturumfeld und einem anhaltenden Trend hin zu energieeffizienten Produkten zu profitieren.

Und es ist für uns und unsere Mitarbeiter auch ein gutes Gefühl, dass wir mit unseren Produkten nicht nur einen hohen Ertrag erwirtschaften, sondern auch die Lebensqualität vieler Menschen verbessern. Das gilt insbesondere für Länder wie Indien, die auf energiesparende Produkte angewiesen sind, damit angesichts der Kraftwerkskapazität die breite Bevölkerung überhaupt in den Genuss elektrischen Lichts kommt. Vor diesem Hintergrund sind wir stolz auf ein Projekt, bei dem jetzt Bewohner in drei indischen Bundesstaaten insgesamt ca. 2 Mio. Energiesparlampen mit besonders langer Lebensdauer von 15.000 Stunden erhalten. Die Lampen werden im Verhältnis 1:1 gegen herkömmliche Glühlampen ausgetauscht - vor allem in Haushalten, die sich den Kauf von Energiesparlampen nicht leisten könnten. Durch die Energieersparnis der Lampen von bis zu 80% sparen sich die Verbraucher damit ungefähr 100 Mio. EUR, die Umwelt profitiert von einer CO2-Ersparnis von über 1 Mio. Tonnen. Das Modell wird gemeinsam mit einem Energieerzeuger durchgeführt und ausschließlich durch CO2-Zertifikate finanziert. Es handelt sich um einen so genannten Clean Development Mechanismus (CDM) zur Reduktion von CO2-Emissionen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Wir hatten im Februar 2007 als weltweit erster Lichthersteller von den Vereinten Nationen auf Basis des Kyoto-Protokolls eine Genehmigung für diese Methodik für unsere Industrie erhalten. Dieses Modell hilft der Umwelt, den Menschen vor Ort und folgt gleichzeitig einer ökonomischen Logik.

Der Anteil energieeffizienter Produkte am OSRAM Gesamtumsatz liegt heute schon bei 60%. In den nächsten 10 Jahren wollen wir ihn auf 80% steigern. Umweltschonende Produkte sind für uns neben dem Trend zu LED der wichtigste Wachstumstreiber. Deshalb haben wir 2007 auch eine weltweite Kampagne unter dem Motto "Schalt um auf Klimaschutz" gestartet, die Maßnahmen von Werbung über PR bis hin zur Verkaufsförderung beinhaltet. Wir zeigen damit, wie jeder einen Beitrag leisten kann und stärken gleichzeitig unsere Markenbekanntheit.

Unsere Botschaft ist, dass jeder vom Klimaschutz profitiert und wir sprechen von einer Triple-Win-Situation:

  1. Der Anwender spart nicht nur Energie sondern auch Geld, wodurch sich der höhere Anschaffungspreis rechnet. Eine 21 W DULUXSTAR Energiesparlampe amortisiert sich z.B. schon nach 4,5 Monaten.
  2. Die für die Erderwärmung verantwortlichen CO2-Emissionen werden reduziert.
  3. Wir und unsere Handelspartner profitieren von einer steigenden Nachfrage nach energieeffizienten Mehrwert-Produkten.

 

Mit meinen Ausführungen wollte ich Ihnen zeigen, wo die künftigen Wachstumschancen in unserem Markt liegen und Ihnen gleichzeitig einen Einblick in die facettenreiche Welt des Lichts geben. Jetzt freuen wir uns auf Ihre Fragen.

Diese Rede enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen - also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "antizipieren", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen", "werden" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von OSRAM liegen, beeinflussen die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse von OSRAM. Diese Faktoren könnten dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen von OSRAM wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen. Für uns ergeben sich solche Ungewissheiten insbesondere, neben anderen, aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage, Änderungen von Wechselkursen und Zinssätzen, Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen, fehlende Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen seitens der Kundenzielgruppen von OSRAM, Änderungen in der Geschäftsstrategie und verschiedene andere Faktoren. Detailliertere Informationen über bestimmte dieser Faktoren sind den Berichten zu entnehmen, die Siemens bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht hat und die auf der Siemens-Website unter www.siemens.com und auf der Website der SEC unter www.sec.gov abrufbar sind. Sollte sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage als erwartete, antizipierte, beabsichtigte, geplante, geglaubte, projizierte oder geschätzte Ergebnisse genannt worden sind. OSRAM übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren.